Chemie-Sozialpartner treffen Ursula von der LeyenBeispielhaft: Familienbewusste Personalpolitik in der Chemie

Berlin (12. Juni). In der Chemieindustrie wollen die Sozialpartner gemeinsam eine
!chancengleiche und familienbewusste Personalpolitik" verwirklichen. Die Chemie ist damit die erste Branche, die eine solche Selbstverpflichtung eingeht. In einem Gespräch mit Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen erläutern am Montag in Berlin Hans Paul Frey, Hauptgeschäftsführer des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie (BAVC), und Edeltraud Glänzer, Mitglied des Geschäftsführenden Hauptvorstandes der IG BCE, Grundsätze und Ziele der neuen Sozialpartnervereinbarung.

In der gemeinsamen Erklärung bekennen sich BAVC und IG BCE zu der Aufgabe, "die Berufstätigkeit von Eltern in der chemischen Industrie zu fördern, das Erwerbskräftepotenzial gerade qualifizierter weiblicher Fachkräfte zu nutzen und die Vereinbarkeit der Berufstätigkeit mit familiären Aufgaben zu ermöglichen". Zwar könnten die Unternehmen, so Hans Paul Frey, "dem Staat nicht die Verantwortung für eine nachhaltige Familienpolitik abnehmen", wohl aber einen "zusätzlichen Beitrag leisten, um Familien zu unterstützen". Dies sei "oft ohne großen finanziellen und personellen Aufwand" möglich.
Nach den Worten von Edeltraud Glänzer ist die chemische Industrie mit der Sozialpartnervereinbarung einen "wesentlichen Schritt hin zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie" gegangen. Nun komme es darauf an, die in dem Positionspapier formulierten Grundsätze "in der betrieblichen Wirklichkeit mit Leben zu erfüllen". In der Umsetzung wollen IG BCE und BAVC die Betriebsparteien in den Unternehmen mit Beratung, Handlungshilfen, Checklisten, Beispielen erfolgreicher Praxis und Erfahrungsaustausch unterstützen. Dazu dient unter anderem ein paritätisch mit Vertretern von Arbeitgebern und Gewerkschaft besetzter Arbeitskreis.

BAVC und IG BCE kommt mit dieser Initiative nach Einschätzung von Ursula von der Leyen eine "Vorreiterrolle" zu. Die Familienministerin würdigt die zwischen den Sozialpartnern getroffene Vereinbarung als "beispielhaft": "Dass Gewerkschaft und Arbeitgeber eine familienbewusste Personalpolitik zu ihrem gemeinsam Anliegen erklären, ist eine entscheidende Voraussetzung, um tatsächlich eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erreichen."
Aus Sicht der Chemie-Sozialpartner bedarf es dazu allerdings auch ausreichender staatlicher Rahmenbedingungen. "Notwendig ist in erster Linie ein Dreiklang von Elternzeit, Elterngeld und einem flächendeckenden Betreuungsangebot für Kinder und Jugendliche", so Edeltraud Glänzer. BAVC und IG BCE begrüßen nach den Worten von Hans Paul Frey das zwischenzeitliche "Umdenken in der Familienpolitik" und rufen die Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen auf, "eine nachhaltige Familienpolitik zu praktizieren".
Die Sozialpartnervereinbarung "Für eine chancengleiche und familienbewusste Personalpolitik" ist unter www.bavc.de abrufbar oder über den BAVC zu beziehen (Tel.:0611- 7788 147).

Fototermin

BAVC-Hauptgeschäftsführer Hans Paul Frey und IG BCE-Hauptvorstandsmitglied Edeltraud Glänzer präsentieren Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen um 18.00 im Besucherzentrum des Ministeriums (Alexanderplatz 6) die Chemie-Sozialpartnervereinbarung.

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