Ausbildungsbilanz 2005:Chemie schafft 8.179 neue AusbildungsplätzeSteigerung um 2,5 Prozent

Wiesbaden/Hannover. Die Unternehmen der westdeutschen chemischen Industrie haben im Jahr 2005 die Zahl der neu angebotenen Ausbildungsplätze um 2,5 % auf insgesamt 8.179 erhöht. Dies gaben Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) und IG Bergbau, Chemie, Energie ( IG BCE ) gemeinsam bekannt. Diese Steigerung wurde im Rahmen des von 2003 bis 2007 reichenden Tarifvertrages "Zukunft durch Ausbildung" erzielt und übertrifft das dort vereinbarte Ausbildungsplus von 2 %. Insgesamt soll das Ausbildungsplatzangebot bis zum Jahr 2007, in dem die demographische Welle von Schulabgängern ihren Höhepunkt erreicht, um 7 % erhöht werden. Derzeit befinden sich in der chemischen Industrie rund 27.000 junge Menschen in der Ausbildung.

Erfolgreiche Zusammenarbeit der Chemie-Sozialpartner
BAVC-Präsident Eggert Voscherau: "Bereits im zweiten Jahr in Folge haben die Chemie-Unternehmen die Zahl der neu angebotenen Ausbildungsplätze erhöht. Das ist eine hervorragende Leistung und beweist gleichzeitig die Wirksamkeit des Tarifvertrages "Zukunft durch Ausbildung". Erneut hat sich damit gezeigt, dass freiwillige Ausbildungsbemühungen schneller und effektiver sind als gesetzliche Maßnahmen, die zwangsläufig zu mehr Bürokratie führen müssen."

Der IG BCE-Vorsitzende Schmoldt sagte zum diesjährigen Ausbildungsergebnis: "In gemeinsamen Bemühungen von Unternehmen, Betriebsräten, Arbeitgeberverbänden und IG BCE ist es gelungen, die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze erneut zu steigern. Über 8.000 junge Menschen erhalten ein Ausbildungsangebot und damit eine zukunftsträchtige Berufschance in der chemischen Industrie. In der gegenwärtigen Zeit ist das ein ermutigendes Signal und ein konkret fassbares Ergebnis der Chemie-Sozialpartnerschaft."

Solidarische Ausbildungsanstrengungen
Der Zuwachs an Ausbildungsplätzen ergibt sich als Saldo aller westlichen Chemie-Tarifbezirke. Er ist das Ergebnis einer flächendeckenden, solidarischen Zusammenarbeit von Chemie-Unternehmen, Arbeitgeberverbänden und der Gewerkschaft auf regionaler und lokaler Ebene. Dadurch konnte die vereinbarte Zielgröße beim Ausbildungsplatzangebot im zweiten Jahr in Folge übertroffen werden. Insgesamt bilden rund 60 % aller Chemiebetriebe allein oder im Verbund junge Menschen aus. Zahlreiche Unternehmen leisten seit Jahren Ausbildung über ihren eigenen Bedarf hinaus.

Plus bei Förder- und Integrationsmaßnahmen
Innerhalb des Ausbildungsplatzangebots wurden über 550 Plätze für leistungsschwächere Jugendliche im Rahmen von Förder- und Integrationsmaßnahmen (insbesondere "Start in den Beruf") zur Verfügung gestellt. Das sind 13 % mehr als im Vorjahr.

Plan-Zahlen auch im Osten übertroffen
Wegen der anders verlaufenden demographischen Entwicklung in den östlichen Bundesländern ist dort für das Jahr 2005 ein Ausbildungsplatzsoll von 700 Plätzen tariflich fixiert worden. Mit einem Angebot von 706 Plätzen hat auch die ostdeutsche Chemie-Industrie ihre Planzahl übertroffen.

Gesellschaftspolitische Herausforderung angenommen
Schmoldt und Voscherau unterstrichen gemeinsam, die Unternehmen der chemischen Industrie hätten mit ihren Ausbildungsanstrengungen nicht nur einen beachtlichen Beitrag zur eigenen Nachwuchssicherung geleistet. Die Branche sei damit auch im besonderen Maße ihrer gesellschaftspolitischen Verantwortung gerecht geworden.

Burkhard Jahn
Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V.
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