Chemie-Tarifrunde 2005:Vor heißer Verhandlungs-Phase auf BundesebeneArbeitgeber beharren auf stabilitätsorientiertem Abschluss

Am Dienstag, dem 7. Juni kommt die diesjährige Chemie-Tarifrunde in ein entscheidendes Stadium. Nach Abschluss der regionalen Auftaktserie werden die Verhandlungen für die rund 1.900 Mitgliedsunternehmen und rund 550.000 Chemie-Beschäftigten auf zentraler Ebene fortgesetzt. Verhandlungspartner sind dann die Bundes-Tarifparteien IG BCE und BAVC.

Konträre Positionen - erhebliche Differenzen

In den regionalen Verhandlungen wurden erhebliche Differenzen und eine konträre Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der Chemie deutlich. Das umfangreiche Forderungspaket der IG BCE (kräftige Erhöhung der realen Einkommen, weitere Steigerung der Ausbildungsplatz-Zahlen, verbindliche Regelung zur tariflichen Altersvorsorge, Besserstellung von Gewerkschaftsmitgliedern) steht unverändert im Raum. Die Gewerkschaft begründet ihre Forderung mit einem aus ihrer Sicht stabilen Aufschwung. Die Chemie-Arbeitgeber wollen dagegen nachdrücklich eine stabilitätsorientierte Tarifrunde. Sie weisen auf die wirtschaftliche Faktenlage hin.

Chemie-Konjunkturerholung: flüchtiges Zwischenhoch

Hans-Carsten Hansen, Vorsitzender der Tarifkommission und Verhandlungsführer des BAVC: "Anders als von der IG BCE dargestellt, kann von einem Aufschwungs-Szenario in der Chemie keine Rede sein. Inzwischen haben sich die Anzeichen bestätigt, dass die moderate Erholung nur ein Zwischenhoch war, das sich in der zweiten Jahreshälfte verflüchtigen wird. Die Geschäftserwartungen haben sich - wie vom ifo-Index bestätigt - massiv verschlechtert. Wegen der Flaute auf dem Binnenmarkt und der explodierenden Rohstoff-Kosten stehen vor allem kleine und mittelgroße Unternehmen mehrerer Chemie-Sparten im Inland vor großen Ertragsproblemen. Sie können die Rohstoff-Kosten-steigerungen kaum weitergeben. Die Chemie-Arbeitgeber fordern deshalb einen Chemie-Tarifabschluss, der für das Gros der mittleren und kleinen Unternehmen im Flächentarif dauerhaft bezahlbar bleibt."

Tarifbonus abgelehnt

Die von der IG BCE geforderte tarifliche Besserstellung von Gewerkschaftsmitgliedern werde - so Hansen - von den Chemie-Arbeitgebern weiterhin abgelehnt. Das würde zu einer Spaltung der Belegschaften führen.

Hinweis für Redaktionen

Beginn der zentralen Tarif-Verhandlungen
am 7. Juni 2005, um 11:00 Uhr in Hannover

Die Pressestelle des BAVC ist während der Verhandlungen
im MARITIM Airport Hotel
Flughafenstraße 5, 30669 Hannover

in Salon Laves
unter Tel.: 0511 / 9737 5809
Fax-Nr.: 0511 / 9737 5829
Mobil: 0178 77 881 38

zu erreichen.

Burkhard Jahn
Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Abraham-Lincoln-Str. 24
65189 Wiesbaden
Telefon +49 611 77881-38
Telefax +49 611 77881-24
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