Bundesweiter Chemie-Ausbilder-Wettbewerb:'Konzepte zur stärkeren Integration der Ausbildungin die betrieblichen Prozesse'Sieger des Jahres 2004 prämiert

Die Sieger des elften bundesweiten Chemie-Ausbilder-Wettbewerbes sind am Donnerstag, den 10. Februar 2005 in Wiesbaden prämiert worden. Für das Jahr 2004 wurden Arbeiten zum Thema "Konzepte zur stärkeren Integration der Ausbildung in die betrieblichen Prozesse" ausgezeichnet.
Der mit 3.000 Euro dotierte erste Preis ging an ein Ausbilder-Team der Firma Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG, Biberach, der zweite Preis mit 2.500 Euro an ein Ausbilder-Team der Firma Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH, Frankfurt. Ein dritter Preis wurde in diesem Jahr nicht vergeben. Ein Sonderpreis in Höhe von 1.500 Euro ging an Volker Behnke von der Rhein-Erft Akademie GmbH in Hürth. Die Preise wurden von den beiden alternierenden Vorsitzenden des paritätischen Bildungsrates der chemischen Industrie, Ulrich Freese, stellvertretender Vorsitzender und Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstandes der IG BCE, und Dr. Rüdiger Erckel, Präsident des BAVC, überreicht.

Zum Ausbilder-Wettbewerb 2004 wurden 14 Beiträge, davon drei Einzelarbeiten und elf Gruppenarbeiten, eingereicht und angenommen. Insgesamt haben 56 Ausbilderinnen, Ausbilder und auch Auszubildende am Wettbewerb teilgenommen.

Gemeinsame Aktivität der Chemie-Sozialpartner

Der bundesweite Chemie-Ausbilder-Wettbewerb ist 1988 erstmals gemeinsam vom Bundesarbeitgeberverband Chemie und der damaligen IG Chemie, Papier, Keramik durchgeführt worden. Die Kosten des Wettbewerbes werden von beiden Organisationen jeweils zur Hälfte getragen.

Prämierte Arbeiten in Broschüre dokumentiert
Um die prämierten Arbeiten auch einem größeren Interessentenkreis zugänglich zu machen, haben die Chemie-Sozialpartner gemeinsam eine Broschüre mit den prämierten Beiträgen herausgegeben, die ab sofort verfügbar ist (via E-Mail: ausbilder@bavc.de).

Die Preise im Einzelnen:

Erster Preis: "Azubi-Team Einkauf (ATE)"

Mit dem ersten Preis wurde ein Ausbilder-Team der Firma Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG, Biberach, ausgezeichnet:
Romana Egger, Tatjana Blersch, Nihayet Arslan und Karl-Heinz Domann.

Die klar strukturierte Gruppenarbeit zielt auf die Förderung der Selbstständigkeit, der Eigenverantwortung und der selbstständigen Problemlösung von kaufmännischen Auszubildenden durch deren Einbindung in die Echt-Prozesse der Einkaufsabteilung. Für das so genannte Azubi-Team Einkauf (ATE) wurden vollwertige Arbeitsplätze eingerichtet. Nach einer Einarbeitung bearbeiten die Azubis eigenverantwortlich Projekte und Kundenaufträge über den gesamten Prozess von einer Kundenanfrage bis zum Wareneingang. Die Auszubildenden leisten damit von Anfang an einen Beitrag zur Wertschöpfung des Unternehmens. Das Konzept ist in der Praxis bewährt und auf andere Berufsbereiche oder Fachabteilungen übertragbar.

Zweiter Preis: "Zertifiziertes betriebliches Projekt in der Ausbildung von Chemielaboranten"

Mit dem zweiten Preis wurde ein Ausbilder-Team der Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH, Frankfurt, ausgezeichnet:
Jens Schröder, Norbert Burggraf, Stefan Eckhardt und Wolfgang Gottwald.

Chemielaboranten werden während ihrer Ausbildung in betriebliche Projektarbeiten eingebunden, was eigenverantwortliches und ganzheitliches Lernen ermöglicht. Die Themenfindung - reale Aufgabenstellungen der Betriebe - erfolgt in enger Abstimmung zwischen Auszubildendem und betrieblichem Mentor, der auch die Projektarbeit im Betriebslabor begleitet und bewertet. Die Verbesserung des Wechselspiels zwischen Betrieb und Ausbildungszentrum und eine stärkere fachliche Vernetzung dieser beiden Lernorte steht also im Mittelpunkt dieses Ansatzes.

Sonderpreis: "Verzahnung von Berufsausbildung und betrieblichen Trainingsprogrammen"

Mit dem Sonderpreis wurde Volker Behnke von der Rhein-Erft Akademie GmbH, Hürth, ausgezeichnet. Das Ziel dieser Wettbewerbsarbeit besteht in der stärkeren Anknüpfung der Ausbildungstätigkeiten im Bildungszentrum an die betriebliche Praxis bei gleichzeitiger engerer Verzahnung von betrieblicher Erstausbildung und betriebsbezogener Weiterbildung (betriebliche Trainingsprogramme, Training on the job). Dies führt im Ergebnis zu einer Verbesserung der Aufgabenteilung in der Ausbildung zwischen Bildungszentrum und Betrieb. Die Rolle des Ausbilders im Bildungszentrum verändert sich in Richtung Trainer und Berater vor Ort. Die geschilderte Projektidee wird derzeit im Rahmen eines Pilot-Projektes getestet und soll zu Beginn des Ausbildungsjahres 2005 weiter umgesetzt werden. Die Konstellation "Bildungszentrum - Betriebe" findet sich auch in anderen Chemie-Standorten, für die dieser Ansatz ebenfalls interessant sein könnte.

Burkhard Jahn
Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V.
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