Europäische Chemie-Industrie nimmt formellen Sozialpartner-Dialog auf 'Dialog-Komitee' eingerichtet

Am heutigen 14. Dezember 2004 fand in Brüssel das erste Treffen im Rahmen des formellen Sozialpartner-Dialoges der europäischen Chemie-Industrie statt. Die Sozialpartner EMCEF und ECEG hatten auf ihrer diesjährigen Sozialpartnerkonferenz am 10. September in Helsinki, Finnland, ihre Bereitschaft erklärt, ihrem Dialog diese neue Qualität zu geben. Als Antwort auf ihren gemeinsamen Antrag hat der neue EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Chancengleichheit, Vladimír Spidla, nun die Errichtung eines sektoralen Dialog-Komitees für die Branche bestätigt und den Schritt der Chemie-Sozialpartner begrüßt.

EMCEF Generalsekretär Reinhard Reibsch und ECEG Präsident und BAVC Hauptgeschäftsführer Hans Paul Frey richteten im Rahmen der ersten Zusammenkunft Ansprachen an die Mitglieder des Komitees und die anwesenden Vertreter der EU Kommission. Sie kündigten die Absicht beider Sozialpartner an, den Dialog auf europäischer Ebene für die unterschiedlichsten Initiativen zu verwenden, um den Interessen der Unternehmen und der Beschäftigten der Branche in Europa zu dienen. In diesem Rahmen boten sie der EU Kommission ihr Wissen und die speziellen Kenntnisse der Branche an, um diese zu unterstützen. Auf diesem Weg wollen die Sozialpartner auch zur Lissabonner Strategie beitragen, mit deren Hilfe Europa zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten, wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt werden soll.

Im Namen der EU Kommission sprachen Odile Quintin, Generaldirektorin der GD Beschäftigung, Soziales und Chancengleichheit sowie Patrick Hennessy, Direktor der GD Unternehmen und Industrie zu den Anwesenden und begrüßten den Schritt der Chemie-Sozialpartner zur Aufnahme eines anerkannten, formellen Sozialpartner-Dialoges.

Chemische Industrie: Europas zweitgrößte Industriebranche

Die europäische Chemie-Industrie beschäftigt etwa 2 Millionen Menschen und ist die zweitgrößte europäische Industriebranche. Weltweit nimmt sie einen ersten Rang im Vergleich mit den chemischen Industrien anderer Weltregionen ein. Sie ist eine der ersten großen europäischen Industriebranchen, die einen formellen Sozialpartner-Dialog in Europa aufnimmt.

European Mine, Chemical and Energy Workers Federation (EMCEF)

EMCEF wurde 1996 durch die Fusion mehrerer europäischen Branchengewerkschaften gegründet. Sie repräsentiert etwa 120 nationale europäische Gewerkschaften und ist Mitglied im Europäischen Gewerkschaftsbund. Präsident von EMCEF ist Hubertus Schmoldt, Vorsitzender der IG BCE. Generalsekretär ist Reinhard Reibsch, sein Stellvertreter Patrick Mazeau.

European Chemical Employers Group (ECEG)

Die Gründung von ECEG wurde im Dezember 2001 in Berlin verkündet. ECEG ist eng verbunden mit Cefic (European Chemical Industry Council), dem Wirtschaftsverband der europäischen Chemie-Industrie. ECEG repräsentiert die Interessen der Branche in Europa in Bezug auf soziale Themen und Beziehungen zu Gewerkschaften. Ihre Mitglieder sind 12 nationale Chemie-Arbeitgeberverbände, darüber hinaus sind weitere 8 nationale Arbeitgeberverbände, vornehmlich aus Mittel- und Osteuropa als assoziierte Mitglieder in die Arbeit der ECEG eingebunden. Zusammen repräsentieren sie rund 10.000 Unternehmen. Präsident der ECEG ist der Hauptgeschäftsführer des BAVC, Hans Paul Frey. Sein Stellvertreter ist Jean Pelin, der Vorsitzende des ECEG Steering Committee ist Paul Clerinx.

Burkhard Jahn
Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V.
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