Spitzengespräch IG BCE und BAVC / Gemeinsames Kommuniqué Ausbildung: Chemie auf einem guten Weg

Wiesbaden. Der geschäftsführende IG BCE-Hauptvorstand unter Leitung von Hubertus Schmoldt und Vorstand sowie Geschäftsführung des Bundesarbeitgeberverbands Chemie (BAVC) unter Leitung von Dr. Rüdiger Erckel sind am Freitag (8. Oktober) zu einem Spitzengespräch zusammengekommen. Bestimmende Themen waren die vorläufige Ausbildungsbilanz 2004, Familie und Beruf, tarifpolitische Trends und der europäische Sozialpartnerdialog.

Ausbildung

Die Chemie-Sozialpartner haben aus ökonomischen und sozialen Gründen ein hohes gemeinsames Interesse an einer qualifizierten Ausbildung. Nach übereinstimmender Auffassung kann der jeweils aktuelle Bedarf nicht die einzige Bezugsgröße für die Zahl der Ausbildungsplätze sein. Es ist ein Gebot der gesellschaftlichen Verantwortung, über diesen Bedarf hinaus auszubilden.
Im Jahr 2003 haben BAVC und IG BCE einen Tarifvertrag "Zukunft durch Ausbildung" abgeschlossen. Bis 2007 wird die Zahl der Ausbildungsplätze um 7 Prozent angehoben. Dies entspricht der von der Kultusministerkonferenz prognostizierten Entwicklung bei den Schulabgängern.
Für 2004 ist eine Steigerung der Ausbildungsplätze um 1,7 Prozent vereinbart. Die bisher vorliegenden Zahlen lassen vermuten, dass dieses Ziel erreicht wird. Im Dezember werden die Chemie-Sozialpartner die Ausbildungsbilanz 2004 vorlegen.
Auch für 2005 zeichnet sich eine positive Tendenz ab. Tarifvertraglich festgelegt ist eine weitere Anhebung der Ausbildungsplätze um 2 Prozent. Nach der jetzigen Datenlage gehen IG BCE und BAVC davon aus, dass auch diese Verabredung in den Unternehmen eingehalten werden kann.
In der chemischen Industrie zeigt sich, dass es keiner gesetzlichen Regelungen bedarf, um die Ausbildungsfrage vernünftig und zukunftsorientiert zu lösen. IG BCE und BAVC hoffen, dass dies auch in anderen Branchen gelingen möge.

Familie und Beruf

Auf Grund der demographischen Entwicklung wird mittelfristig die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter deutlich sinken. Deutschland wird es sich nicht leisten können, dass Frauen auf Erwerbsarbeit verzichten. BAVC und IG BCE stimmen überein, dass mehr und bessere Möglichkeiten geschaffen werden müssen, um Familie und Beruf für Männer und Frauen besser vereinbaren zu können.

Beispiele anderer Länder zeigen, dass sich eine hohe Erwerbsquote von Frauen und eine höhere Geburtenrate nicht ausschließen müssen.
IG BCE und BAVC begrüßen in diesem Zusammenhang die Anstrengungen der Politik, das Angebot an Ganztagskinderbetreuung auszubauen.
Die Chemie-Sozialpartner stellen sich auch in diesem Bereich ihrer Verantwortung, diesen wichtigen Teilaspekt der demographischen Entwicklung gemeinsam aufzugreifen und in der betrieblichen Umsetzung zu begleiten.

Flexible Flächentarife

Beide Seiten stellen zur aktuellen Diskussion über Flächentarifverträge und Öffnungsklauseln fest, dass in jüngster Zeit auch außerhalb der chemischen Industrie zunehmend flexible Tarifregelungen mit Öffnungen für betriebliche Lösungen vereinbart worden sind. Von diesen wird immer öfter Gebrauch gemacht. Dieser Weg der eigenverantwortlichen Tariföffnungen ist die richtige Antwort in schwieriger Zeit.

EU-Sozialpartnerdialog

BAVC und IG BCE begrüßen die jüngste Entwicklung auf der Ebene der europäischen Chemie-Sozialpartner. Diese haben kürzlich in Helsinki Übereinstimmung erzielt, dass sie mit der EU-Kommission in einen formellen Sozialpartnerdialog eintreten wollen. Einen entsprechenden Antrag haben sie am 5. Oktober an den neuen EU-Kommissar für Beschäftigung und Soziales gerichtet. Sie gehen davon aus, dass dieser Dialog schon vor Jahresende aufgenommen wird. Die europäische Chemie ist damit die erste große Branche, die einen solchen Dialog auf EU-Ebene führt.

Burkhard Jahn
Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V.
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