Chemie-Tarifrunde:Zentrale Verhandlungen am 6. Mai

Wiesbaden, 4. Mai 2004. Die Tarifverhandlungen für die 580.000 Beschäftigten der deutschen Chemie-Industrie werden am 6. Mai in Hannover auf zentraler Ebene fortgesetzt. Die Gewerkschaft fordert eine Entgelterhöhung von 3,5 Prozent sowie eine weitere Erhöhung der Ausbildungsplatzzahlen unter Fortführung des Chemie-Tarifvertrages "Zukunft durch Ausbildung". Die Chemie-Arbeitgeber hatten bereits im Vorfeld der Verhandlungen eine tarifliche Atempause bei den Entgelten gefordert. Nach drei Jahren Branchenstagnation bei gleichzeitigem realen Einkommensplus für die Chemie-Beschäftigten ist nach ihrer Auffassung der Verteilungsspielraum stark geschrumpft.

Hans-Carsten Hansen, Verhandlungsführer der Chemie-Arbeitgeber, erklärte vor der zentralen Verhandlungsrunde: "Erforderlich ist jetzt ein moderater Tarifabschluss, der für alle 1.800 Unternehmen im Chemie-Flächentarif verkraftbar ist. Die Chemie-Unternehmen können nicht eine mehrjährige Konjunkturflaute durchstehen, sich gleichzeitig im internationalen Kostenwettbewerb behaupten, dabei Beschäftigung sichern, die Zahl der Ausbildungsplätze anheben und von Jahr zu Jahr auch noch kräftige Tariferhöhungen bewältigen. Das ist nicht leistbar."

Positionen weit auseinander - schwierige Verhandlungen

Die bisherigen regionalen Verhandlungen waren geprägt durch eine intensive Debatte über die wirtschaftliche Lage der chemischen Industrie. Dabei gab es erhebliche Unterschiede in der Beurteilung der Wirtschaftslage und der Aussichten für das Jahr 2004. Die IG BCE betonte vor allem ihre Aufschwungshoffnungen. Die Chemie-Arbeitgeber haben darauf hingewiesen, dass für einen nachhaltigen Aufschwung im Jahr 2004 weiterhin konkrete Hinweise fehlen. In jüngster Zeit haben sich die negativen Einschätzungen eher wieder verstärkt. Die positiven Meldungen einiger größerer Unternehmen sind nicht repräsentativ für die Lage der Branche mit vielen kleineren und mittleren Unternehmen im Chemie-Flächen-tarifvertrag. Nach einer BAVC-Konjunkturumfrage von Ende März erwartet weniger als ein Viertel aller Unternehmen für 2004 eine positive Branchenentwicklung. Fast 80 Prozent gehen von einer unveränderten oder sogar noch schlechteren Lage aus. "Die Positionen der Tarifparteien sind erkennbar noch sehr weit auseinander. Ich rechne deshalb mit außergewöhnlich schwierigen Verhandlungen," sagte Hansen.

Burkhard Jahn
Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V.
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