Chemie-Arbeitgeber:Tarif-Tempo verringern!IG BCE-Forderungsempfehlung an der Realität vorbei

"Nach zwei Tarifrunden mit realen Einkommensverbesserungen für die Chemie-Beschäftigten trotz Stagnation in der Branche, muss das Tempo der Tarifentwicklung in der Chemie zurückgenommen werden. Die Chemie-Unternehmen brauchen dringend eine Verschnaufpause bei den Personalkosten", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie (BAVC) Hans Paul Frey. Er äußerte sich enttäuscht zur Forderungsempfehlung der IG BCE für die Tarifrunde 2004. Sie sei eindeutig zu hoch und gehe an den wirtschaftlichen Möglichkeiten der Chemie vorbei.

Keine konkreten Anhaltspunkte für Chemie-Aufschwung

"Die Tarifrunde findet vor dem Hintergrund einer noch unklaren Chemie-Wirtschaftsentwick-lung statt. Die Chemie-Unternehmen haben drei Jahre Konjunkturflaute hinter sich. Außer Hoffnungen gibt es keine konkreten Fakten, die einen Aufschwung erkennen lassen", so Frey. Er warnte davor, unbestätigte Erwartungen erneut zur Grundlage der Tarifverhandlungen zu machen. So hätten sich in den beiden zurückliegenden Jahren die Aufschwungprognosen nicht bewahrheitet. Ob und wann die Chemie-Konjunktur 2004 aus der Talsohle komme, hänge von einer Reihe von externen Risikofaktoren ab. Hierzu gehöre der Wechselkurs des Euros zum Dollar und die Rohstoffkosten. Die stark exportorientierte chemische Industrie sei von ihnen im besonderen Maß abhängig.

Neue Chemie-Konkurrenz an den deutschen Grenzen

"Zusätzlich treten mit dem EU-Beitritt der mittel- und osteuropäischen Länder für die deutsche chemische Industrie neue Wettbewerber auf den Plan. Länder wie z.B. Polen, Tschechien und Ungarn verfügen über leistungsfähige chemische Industrien, deren Chemie-Arbeitskosten je Beschäftigtenstunde im Schnitt weniger als ein Fünftel der deutschen Kosten ausmachen. Auch diese neue Situation muss in der Chemie-Tarifrunde berücksichtigt werden. Sie darf nicht zusätzlich verschärft werden, damit Produktionen und Arbeitsplätze nicht weiter abwandern. Auch deshalb ist bei der Weiterentwicklung der Tarifentgelte besondere Vorsicht geboten", sagte Frey.

Datum: 10. Februar 2004
Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V.
Abraham-Lincoln-Str. 24
65189 Wiesbaden
Ansprechpartner: Burkhard Jahn
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