Chemie-Tarifrunde 2003:Zentrale Verhandlungen in dritter Runde

Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V., 65002 Wiesbaden, Postfach 12 80

Am 7. Mai 2003 werden in Lahnstein die zentralen Tarifverhandlungen für die rund 580.000 Beschäftigten der deutschen Chemie-Industrie in dritter Runde fortgesetzt. Die Verhandlungskommissionen von Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) und IG BCE wollen versuchen, in den Forderungsthemen "Entgelt, Ausbildungsinitiative sowie Qualifizierung und Weiterbildung" zu einem Ergebnis zu kommen.

Chemie-Aufschwung nicht in Sicht

Die Verhandlungen finden in einem anhaltend ungünstigen wirtschaftlichen Umfeld statt. Zwar sind die ursprünglich befürchteten Risiken für den Ölpreis und die weitere wirtschaftliche Entwicklung durch das relativ schnelle Ende des Irak-Kriegs entfallen. Doch trotz positiver Meldungen einzelner Chemie-Unternehmen befindet sich die Gesamtbranche mit ihren 1.800 Mitgliedsunternehmen insgesamt in einer Schwächephase. Die Produktion im 1. Quartal 2003 lag unter Vorjahresniveau. Die Prognose für das Wachstum der Chemieproduktion im Gesamtjahr 2003 ist nochmals reduziert worden und liegt derzeit nur noch bei rund 0,5 Prozent. Ein Chemie-Aufschwung ist in diesem Jahr nicht in Sicht.

Nach wie vor befindet sich die deutsche Wirtschaft mit wichtigen Chemie-Abnehmerbranchen praktisch in der Stagnation. Der Ifo-Geschäftsklima-Index für die gegenwärtige Chemie-Ge-schäftslage sowie für die zukünftigen Erwartungen verharrt auf dem niedrigen - vor dem Irak-Krieg abgesunkenen - Niveau.

Dr. Jürgen Maaß, Verhandlungsführer des BAVC: "Vor diesem Hintergrund werten die Chemie-Arbeitgeber die anstehenden Verhandlungen als äußerst schwierig und kompliziert. In der vorangegangenen zweiten Verhandlungsrunde sind vor allem Meinungsunterschiede in der Einschätzung der Belastungsfähigkeit der chemischen Industrie zutage getreten. Um diese zu überbrücken, wird die Kompromissbereitschaft beider Seiten auf eine harte Probe gestellt werden."

"Dennoch gehen" - so Maaß, "die Arbeitgeber konstruktiv und mit dem Willen zu einem fairen Tarifkompromiss in diese schwierige Verhandlungsrunde."

Datum: 5. Mai 2003
Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V.
Abraham-Lincoln-Str. 24
65189 Wiesbaden
Ansprechpartner: Burkhard Jahn
Telefon: +49 611 77881-0
E-Mail: presse@bavc.de

Downloads

Typ Dateiname Dateigröße
pdf Auftakt-3-Runde.pdf 86 KB

BAVC-Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie Nachrichten, Infodienste und Pressemitteilungen bequem per E-Mail

BAVC auf Twitter

Folgen Sie dem BAVC auf Twitter, um aktuelle Informationen und Neuigkeiten des Verbandes in Echtzeit zu erhalten.

BAVC-Partner

Heute Morgen Sozialpartnernetz Berufskompass Chemie Chemiepensionsfonds So.WIN mint UCI CSSA INQA Chemie hoch 3
VOILA_REP_ID=C12574AC:00338A87