Chemie schließt Abkommen überSozialpartner-Dialog in Europa

Die chemische Industrie hat als eine der ersten großen Industriebranchen auf europäischer
Ebene ein Abkommen über die Einrichtung eines permanenten und organisierten Sozialpartner-Dialogs geschlossen.

Anlässlich der dritten europäischen Sozialpartner-Konferenz der chemischen Industrie am 4. Dezember 2002 in Paris unterzeichneten Jean-Marie Biot, Präsident der European Chemical Employers’ Group (ECEG) und Hubertus Schmoldt, Präsident der European Mine, Chemical and Energy Workers’ Federation (EMCEF) das neue Abkommen.

Chemie: Europäische Schlüsselindustrie

Die europäischen Chemie-Sozialpartner bekräftigen darin die Bedeutung der Industriebranche Chemie mit ihren 1,7 Millionen direkt beschäftigten Arbeitnehmern und ihrem positiven Beitrag zur europäischen Handelsbilanz. Ihre Innovationsdynamik vermittelt auch für viele andere Branchen der europäischen Wirtschaft entscheidende Impulse. ECEG und EMCEF zeigen sich davon überzeugt, dass in Zukunft die europäische Chemieindustrie vor allem auf umfangreiche Investitionen in Produktinnovationen und Produktionstechnologien sowie auf hochqualifizierte und aktive Beschäftigte angewiesen ist. Diese Faktoren wollen sie im Dialog miteinander vorantreiben. Die europäischen Sozialpartner betonen die Bedeutung des Vertrauens in Produktion und Produkte für den Erfolg der chemischen Industrie. Sie heben die bisherigen Erfolge der freiwilligen Selbstverpflichtungen der Branche hervor und verpflichten sich, diesen Weg auch gemeinsam weiter zu verfolgen.

In diesem Zusammenhang warnen sie auch vor möglichen Folgen einer Überregulierung. Sie fordern im Hinblick auf die in der Diskussion befindliche neue Chemikalienpolitik in der Europäischen Union ausgewogene und adäquate Regelungen für die Tätigkeit der Branche, die auch die

Wettbewerbsfähigkeit erhalten. Regulierungen in der Europäischen Union müssten über alle Regelungsebenen hinweg konsistent gestaltet werden und einer konsequenten Kosten-Nutzen-Analyse unterzogen werden.

Sozialpartner-Arbeitsprogramm

Um die gemeinsamen Ziele der Branche effizienter vertreten zu können, soll im Rahmen des nun vereinbarten permanenten sektoralen Sozialpartner-Dialogs die Reihe der bisherigen europäischen Sozialpartner-Konferenzen (März 2001 Mailand; Dezember 2001 Berlin; Dezember 2002 Paris) mit einer Konferenz pro Jahr fortgesetzt werden. Darüber hinaus werden regelmäßige Spitzengespräche zwischen Präsidien und Geschäftsführungen von ECEG und EMCEF abgehalten werden und gemeinsame Arbeitsgruppen zu speziellen Themen auf europäischer Ebene eingesetzt werden.

Die European Chemical Employers’ Group (ECEG)

Die European Chemical Employers´Group (ECEG) ist der im Januar 2002 gegründete Zusammenschluss der Arbeitgeberverbände der chemischen Industrie aus Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Schweden, Spanien und Deutschland. Die ECEG arbeitet auf europäischer Ebene eng mit dem wirtschaftspolitischen Interessenverband der Chemiebranche CEFIC zusammen. Die nationalen Mitgliedsverbände der ECEG repräsentieren Unternehmen der chemischen Industrie, die zusammen über 90 % aller Arbeitnehmer der Branche in Westeuropa beschäftigen. Für die deutsche Chemie-Industrie ist der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) Mitglied der ECEG. Präsident der ECEG ist der Hauptgeschäftsführer des belgischen Chemieverbandes FEDICHEM, Jean Marie Biot. Vizepräsident der ECEG ist der Hauptgeschäftsführer des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie, Hans Paul Frey.

European Mine, Chemical and Energy Workers’ Federation (EMCEF)

Die European Mine, Chemical and Energy Workers´Union (Europäische Föderation der Bergbau, Chemie- und Energiegewerkschaften) wurde 1996 in Luxemburg gegründet. Sie ist hervorgegangen aus der Fusion der EFCG (Europäische Föderation der Chemiegewerkschaften) und dem EBV (Europäischer Bergarbeiterverband). Der EMCEF gehören 120 europäische Gewerkschaften mit weit über drei Millionen Mitgliedern an. Präsident der EMCEF ist der IG-BCE-Vorsitzende Hubertus Schmoldt. Er wurde ebenso wie Generalsekretär Reinhard Reibsch und dessen Stellvertreter Jean-Pierre Klapuch auf dem EMCEF-Kongress im Mai 2000 in Blankenberge (Belgien) gewählt.

Anlage

Datum: 4. Dezember 2002
Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V.
Abraham-Lincoln-Str. 24
65189 Wiesbaden
Ansprechpartner: Burkhard Jahn
Telefon: +49 611 77881-0
E-Mail: presse@bavc.de

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Typ Dateiname Dateigröße
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