Gemeinsame Erklärung:Chancengleichheit in der chemischen Industrie

Mannheim (29. Oktober). Die Sozialpartner BAVC und IG BCE wollen mit der Veranstaltung "Chancengleichheit in der chemischen Industrie" für ihren auf Freiwilligkeit beruhenden Weg zur Verwirklichung der Chancengleichheit Zeichen für künftige gesetzgeberische Initiativen setzen.

Um insbesondere den kleinen und mittelständigen Unternehmen Impulse für ein Chancengleichheits-Management zu geben, zeigen die Chemie-Sozialpartner hierfür die vielfältigen Möglichkeiten für betriebliche Handlungsfelder zur Verwirklichung von Chancengleichheit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf. Damit erhalten die Unternehmen Hilfestellung, ihren betriebsspezifischen Lösungsweg zu finden.

Die beiden Sozialpartner haben sich zur Fortsetzung ihres gemeinsamen Weges zur Verwirklichung der Chancengleichheit auf Folgendes verständigt:

Neue Konzepte für Personalplanung und -entwicklung erhalten in der Zukunft eine größere Bedeutung. Um Beschäftigungschancen für Frauen zu erhöhen, sollte der Frauenanteil an betrieblicher Weiterbildung deutlich erhöht werden. Es geht darum, dass Personalverantwortliche dafür Sorge tragen, dass Frauen bei der Besetzung von Fach- und Führungspositionen stärker Berücksichtigung finden.

Der fortschreitende Strukturwandel in den Unternehmen stellt Personalverantwortliche und Betriebsräte vor große Herausforderungen. Bei den letzten Betriebsratswahlen konnte beispielsweise der Anteil der Betriebsrätinnen erheblich gesteigert werden. Dieses Ergebnis führt damit auch zu einem Veränderungsprozess auf dem Weg zu mehr Chancengleichheit.

Flexible Arbeitszeitgestaltung ist ein entscheidender Faktor für mehr Beschäftigungschancen von Frauen und Männern und unterstützt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Durch das Angebot von Teilzeit haben Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen die Möglichkeit, Arbeit und familiäre Verpflichtungen in Einklang zu bringen oder aber Zeit in ihre Weiterbildung zu investieren.

Beispielsweise empfiehlt es sich, Betriebsvereinbarungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie abzuschließen, die auch Maßnahmen zur Chancengleichheit von Frauen und Männern vorsehen.

Die Chemie- Sozialpartner empfehlen den Unternehmen, das Angebot der Vereine TOTAL E-QUALITY und des "Audit Familie und Beruf" zu nutzen, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Unternehmen bei der Verwirklichung einer an Chancengleichheit ausgerichteten Unternehmenskultur zu unterstützen.

Gender-Mainstreaming im Unternehmen bedeutet, bei allen Entscheidungen die Lebenssituationen und die Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen.

Das Berufswahlverhalten junger Frauen sollte sich nicht mehr auf die zehn klassischen Berufe beschränken. Der Girls´Day ist eine unterstützenswerte Initiative, um junge Frauen auch für technisch-naturwissenschaftliche Berufe zu interessieren.

Die beiden Sozialpartner begrüßen die aktuellen Initiativen - von Bund, Ländern oder Kommunen-, notwendige Maßnahmen zu ergreifen, um das Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen und Ganztagsschulen bedarfsgerecht zu erhöhen und damit für die notwendigen Rahmenbedingungen für Familien zu sorgen.

Datum: 29. Oktober 2002
Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V.
Abraham-Lincoln-Str. 24
65189 Wiesbaden
Ansprechpartner: Burkhard Jahn
Telefon: +49 611 77881-0
E-Mail: presse@bavc.de

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