EMNID RepräsentativumfrageDeutsche sehen zunehmenden Reformstau

70 % der Deutschen sind der Auffassung, dass Deutschland seine Reformaufgaben vor sich her schiebt und im internationalen Wettbewerb zurück fällt. Noch vor einem Jahr sagten dies erst 51 %.

Das ist eines der Ergebnisse einer turnusmäßigen demoskopischen Repräsentativumfrage, die das EMNID Institut auf Veranlassung des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie (BAVC) durchgeführt hat. Die Umfrage mit dem Thema "Globalisierung - Gesellschaft im Wandel" lief im Zeitraum vom 16. August bis zum 2. September. Befragt wurde eine repräsentative Bevölkerungsstichprobe von 2111 Personen in Ost- und Westdeutschland. Der BAVC veröffentlicht einen ersten Teil der Ergebnisse.

Eine große Mehrheit der befragten Bevölkerung bezeichnet eine schnelle und wirksame Senkung der Arbeitslosenzahlen als die mit Abstand wichtigste Frage, die von der nächsten Regierung "unbedingt" gelöst werden muss. Mit 79 % Nennungen steht sie in einer Prioritätenliste an erster Stelle. Das Thema "Wirtschaft ankurbeln" folgt mit 41 % Nennungen an zweiter Stelle.

Die Ergebnisse im einzelnen:

"Deutschland fällt zurück"

Frage: "Es ist gegenwärtig viel über die Rolle Deutschlands im internationalen Wettbewerb, über Strukturwandel und Reformprobleme zu hören. Welcher der beiden folgenden Aussagen stimmen Sie eher zu?"

Mit 70 % ist der Umfrage zufolge die überwiegende Mehrheit der deutschen Bürger der Auffassung "Deutschland schiebt seine Reformaufgaben vor sich her und fällt im internationalen Wettbewerb zurück." Demgegenüber meinen 28 % der Befragten "Deutschland hat seine Reformaufgaben angepackt und hält im internationalen Wettbewerb an vorderster Stelle mit."

Binnen Jahresfrist hat sich die Wahrnehmung der Bevölkerung stark verändert. Im Juni 2001, als die gleiche Frage gestellt wurde, meinten 51 % der Befragten, dass Deutschland die Reformen vor sich herschiebt. Das jetzige Meinungsspektrum zieht sich durch alle Bevölkerungsgruppen und erreicht bei Männern 75 %, bei Befragten im Alter zwischen 20 und 49 Jahren sogar Werte bis zu 77 %. Auch Gewerkschaftsmitglieder (70 %) unterscheiden sich nicht vom allgemeinen Meinungstrend (siehe Tabelle).

"Arbeitslosenzahlen schnell und wirksam senken"

Frage "Was sind für Sie persönlich die wirklich drängenden Fragen, die nach der Bundestagswahl von der neuen Regierung unbedingt gelöst werden müssen?"

Von 18 zur Auswahl gestellten Themen konnten die Befragten drei ankreuzen. Mit 79 % der Nennungen erhält die Antwort "Arbeitslosenzahlen schnell und wirksam senken" die höchste Priorität. Für ostdeutsche Befragte (84 %) und Gewerkschaftsmitglieder (85 %) hat das Thema einen noch höheren Stellenwert.

An zweiter Stelle der Prioritätenliste steht mit 41 % Nennungen "Wirtschaft ankurbeln".

"Steuern und Abgaben für den Bürger spürbar senken" folgt mit 36 % Nennungen an dritter, das Thema "mehr Ausbildungsplätze" (22 %) an vierter Stelle.

Themen wie "Umweltschutz verbessern" und "mehr Verbraucherschutz" werden mit 13 % bzw. 4 % Nennungen deutlich als weniger wichtig betrachtet (siehe Tabelle).

Anlage: EMNID - Tabellen

Datum: 12. September 2002
Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V.
Abraham-Lincoln-Str. 24
65189 Wiesbaden
Ansprechpartner: Burkhard Jahn
Telefon: +49 611 77881-0
E-Mail: presse@bavc.de

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