BAVC-Mitgliederversammlung 2002:Tarifpolitischer Kurs der Chemie bestätigtZuwahlen zum Vorstand - Chemie Pensionsfonds erfolgreich gestartet

Der Mitgliederrat des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie e.V. (BAVC) hat am 14. Juni 2002 in Baden-Baden den Vorstand des Verbandes durch Zuwahl ergänzt. Für den aus beruflichen Gründen ausscheidenden stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Attila Molnar (Bayer AG) und den aus Altersgründen ausscheidenden Dr. Jochen Plaßmann (Ewald Dörken AG) wurden neu in den Vorstand gewählt:
Wolfgang Böckly (Bayer AG)
Willibrord Lampen (Infracor GmbH).
Eggert Voscherau (BASF AG) wurde zu einem der beiden stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Der neue BAVC-Vorstand

Nach der Zuwahl setzt sich der BAVC-Vorstand wie folgt zusammen:

Präsident:
Dr. Rüdiger Erckel (Boehringer Ingelheim GmbH)

Stellvertretende Vorsitzende:
Dr. Werner Opgenoorth (Beiersdorf AG)
Eggert Voscherau (BASF AG)

Weitere Mitglieder:
Wolfgang Böckly (Bayer AG)
Rüdiger Dollhopf (Rhodia Acetow GmbH)
Dr. Hubertus Erlen (Schering AG)
Albert Franz (ACORDIS Industrial Fibers GmbH)
Haus Paul Frey (Bundesarbeitgeberverband Chemie)
Klaus Friedland (Continental AG)
Klaus Hofer (B. Braun Melsungen AG)
Horst Huß (AZKO NOBEL Akcros Chemicals GmbH & Co.KG)
Willibrord Lampen (Infracor GmbH)
Dr. Jürgen Maaß (Henkel KGaA)

Ausschuss für soziale Sicherheit

Zum neuen Vorsitzenden des Ausschusses für soziale Sicherheit wurde Willibrord Lampen (Infracor GmbH) gewählt. Dieser Ausschuss hat u.a. eine strategische Funktion bei der Weiterentwicklung der tariflichen Altersvorsorge in der Chemie.

BAVC-Präsident Rüdiger Erckel: "Chemietarifabschluss war richtig."

In seinem Rechenschaftsbericht stellte BAVC-Präsident Dr. Rüdiger Erckel fest, dass sich die Chemie mit den innovativen Reformen ihrer Tarifpolitik auf dem richtigen Wege befindet. Das erreichte Ausmaß an Flexibilisierungen sei beeindruckend. Das erstmals eingeführte tarifliche Optionsmodell bei der Jahresleistung eröffne den Einstieg in eine erfolgsorientierte Bezahlung. Der rasche und geräuschlose Chemietarifabschluss von 3,3 % sei in der Branche voll akzeptiert. "Es war richtig, dass wir unseren Tarifabschluss so und nicht anders zustande gebracht haben", sagte Erckel.

Chemie-Erfolgsmodell "Tarifliche Altersvorsorge" - Pensionsfonds gut gestartet

Erckel hob den erfolgreichen Ausbau der tariflichen Altersvorsorge hervor und begrüßte insbesondere den guten Start des Chemie Pensionsfonds.
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2002 hat bereits die Mehrzahl der Chemieunternehmen den neuen "Chemietarifvertrag über Einmalzahlungen und Altersvorsorge" umgesetzt. Das Interesse der Arbeitnehmer an der tariflichen Altersvorsorge steigt. In einigen Unternehmen ist bereits ein Verbreitungsgrad von rund 40 % anzutreffen. Die in den letzten Monaten vielfach an der Riesterförderung geäußerte Kritik betrifft nicht das Chemiemodell. Dieses zeichnet sich vielmehr durch transparente und finanziell sehr attraktive Konditionen aus. Die Beiträge zur tariflichen Altersvorsorge in der Chemie sind nicht individuell zu versteuern und unterliegen nicht der Sozialversicherungspflicht. Dadurch und durch die zusätzliche Chemietarifförderung liegt der Nettoanlagebetrag in der Chemie jährlich um mehrere Hundert Euro über dem Riestermodell.

Für den Chemiepensionsfonds, der erst Anfang April als erster Pensionsfonds in Deutschland genehmigt worden ist, haben sich bereits mehr als 100 Unternehmen mit über 60.000 Beschäftigten entschieden.

Chemieflächentarif voll funktionsfähig

Der BAVC Hauptgeschäftsführer Hans Paul Frey kritisierte den Rückfall in gewerkschaftliche Verhaltensmuster der 70er und 80er Jahre, die außerhalb der chemischen Industrie zu beobachten sei. Mit einer neuerlichen Konfliktorientierung verspielten die Gewerkschaften ihre Gestaltungsmöglichkeiten. Auf diese Weise komme auch das System der Flächentarifverträge in Deutschland erneut ins Gerede. Eine neue Welle der Pauschalkritik am Flächentarif und am sogenannten "Tarifkartell" sei zu erwarten. Ihr trat Frey entgegen: "In einer Reihe von Branchen und insbesondere in der chemischen Industrie gibt es voll funktionsfähige Branchentarife. Mit den Tarifkonditionen, Öffnungen und Flexibilisierungen sind die Mitgliedsunternehmen einverstanden. Das ist für uns entscheidend. Pauschalkritik von außen weisen wir zurück."

Datum: 14. Juni 2002
Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V.
Abraham-Lincoln-Str. 24
65189 Wiesbaden
Ansprechpartner: Burkhard Jahn
Telefon: +49 611 77881-0
E-Mail: presse@bavc.de

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