Chemie-Tarifrunde:Fortsetzung auf Bundesebene

Die Tarifverhandlungen für die rund 570.000 Beschäftigten der westdeutschen Chemieindustrie werden nach der Osterpause am 9. April auf Bundesebene fortgesetzt. Darauf haben sich die Tarifparteien in den 12 Tarifbezirken nach Abschluss der ersten Verhandlungsrunde verständigt. Anlass hierfür sind wichtige Teile der gewerkschaftlichen Forderung, die in die Zuständigkeit der Bundestarifparteien fallen. Demgemäß werden die Verhandlungen über das Gesamt-Forderungspaket vom Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) und der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) in Hannover weitergeführt.

Moderater Tarifabschluss dringend erforderlich

Vor dem Übergang zu Bundesverhandlungen verwies BAVC-Hauptgeschäftsführer Hans-Paul Frey erneut auf die schlechte Konjunkturlage: "Die chemische Industrie hat seit Mitte des Jahres 2001 den stärksten Konjunktureinbruch seit vielen Jahren erlitten. Alle wichtigen wirtschaftlichen Kennzahlen sind negativ. Nach den bisher vorliegenden Daten wird auch das Jahr 2002 sehr schwierig werden. Eine Erholung ist allenfalls im letzten Quartal zu erwarten." In dieser Situation müsse alles unterlassen werden, was die Unsicherheiten für die Unternehmen und das Beschäftigungsrisiko erhöhe. Die Chemieunternehmen seien dringend auf einen moderaten Tarifabschluss angewiesen.

Umfangreiches Forderungspaket ...

Neben der Entgelterhöhung enthält das Forderungspaket der IG BCE Teile, die in die Zuständigkeit der Bundestarifparteien fallen. Zum einen geht es um die Modernisierung des seit 1988 geltenden einheitlichen Bundesentgelttarifvertrags für Arbeiter und Angestellte. Die Gewerkschaft fordert hier eine Modernisierung der Entgeltgruppen und die Umwandlung der sogenannten Entgeltgarantien in tarifliche Entgeltsätze. Zum anderen fordert sie eine Weiterentwicklung der tariflichen Jahresleistung (Weihnachtsgeld), so dass bei Vorliegen positiver Unternehmensergebnisse die Beschäftigten am Unternehmenserfolg beteiligt werden.

... komplizierte Verhandlungen

"Die IG-BCE hat diese Forderungen in den bisherigen Verhandlungen nicht konkretisiert. Erkennbar ist aber, dass sie mit erheblichen Kostenbelastungen verbunden sind", betonte Frey. "Die Verhandlungen über das Gesamtpaket werden deshalb außerordentlich schwierig werden."Dass dies in einer prekären wirtschaftlichen Lage der Chemie stattfinde, bedeute eine zusätzliche Erschwernis. Die Tarifrunde 2002 werde zu einer Nagelprobe für die Kompromissfähigkeit beider Seiten.

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