Tarifverträge

Die Tarifverträge und dazugehörige Erläuterungen erhalten Mitgliedsunternehmen der Chemie-Arbeitgeberverbände von Ihrem jeweiligen regionalen Verband (Mitgliedsverbände). Hier stellen wir Kurzbeschreibungen der Inhalte der Tarifverträge zur Verfügung. Zusätzlich zu den vorgestellten Bundestarifverträgen existieren regionale Entgelttarifverträge zwischen den Chemie-Arbeitgeberverbänden und der IG BCE, welche die Höhe der Entgelte für die 13 Entgeltgruppen sowie die Ausbildungsvergütung festlegen.

 

Bundesentgelttarifvertrag (BETV)

Der BETV regelt insbesondere die Eingruppierung der Mitarbeitertätigkeiten in die 13 Entgeltgruppen E1 bis E13 sowie Flexibilisierungen der Tarifentgelte. Schon seit in Kraft treten des Bundesentgelttarifvertrages 1988 gibt es in der Chemie keine Unterscheidung mehr zwischen Arbeitern und Angestellten. Deshalb wird statt von Lohn und Gehalt einheitlich von Entgelt gesprochen.

 

Manteltarifvertrag (MTV)

Der MTV regelt unter anderem Dauer und Verteilung der Arbeitszeit, Zuschläge, Urlaub und die Kündigungsfristen.

 

Manteltarifvertrag für akademisch gebildete Angestellte in der chemischen Industrie (A-MTV)

Der Akademiker MTV gilt für Beschäftigte mit abgeschlossener naturwissenschaftlicher oder technischer Hochschulbildung, sofern sie überwiegend eine Tätigkeit ausüben, für die diese Ausbildung Voraussetzung ist. Enthalten sind unter anderem Regelungen über die Arbeitszeit, Urlaub, ehrenamtliche und außerdienstliche Tätigkeit, Kündigungsfristen, Wettbewerbsverbote und Geheimhaltungspflichten.

 

Schlichtungsregelung (Schlichtung)

Diese Regelung enthält die Grundsätze für die Durchführung von Schlichtungsverfahren mit dem Ziel, beim Abschluss von Tarifverträgen Hilfe zu leisten und Unklarheiten in bestehenden tarifvertraglichen Regelungen verbindlich zu beseitigen.

 

Tarifvertrag über den Unterstützungsverein der chemischen Industrie (TV UCI)

Der Tarifvertrag regelt die Errichtung des UCI und schafft die Voraussetzungen für seine Arbeit. Der UCI gewährt seit 1975 Chemie-Beschäftigten unter bestimmten Voraussetzungen finanzielle Unterstützung. 

 

Tarifvertrag über Einmalzahlungen und Altersvorsorge (TEA)

Dieser Tarifvertrag fasst alle tariflichen Einmalzahlungen (Jahresleistung, zusätzliches Urlaubsgeld, Entgeltumwandlungsgrundbetrag und Chemie-Tarifförderung) in einem Vertrag zusammen und öffnet sie für die zusätzliche Altersvorsorge. Damit wird die bereits seit 1998 geltende tarifliche Altersvorsorge für die Beschäftigten der westdeutschen chemischen Industrie an die gesetzliche Neuregelung angepasst und weiter ausgebaut. Arbeitnehmer können ihr Arbeitsentgelt bis zu einem Beitrag von jährlich maximal 4% der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung in Anwartschaften auf betriebliche Altersversorgung umwandeln. Der Tarifvertrag bezieht alle Durchführungswege des Betriebsrentenrechts einschließlich des eigens geschaffenen ChemiePensionsfonds ein und nutzt die gesetzlich vorgesehene Gestaltungsmöglichkeit der Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit bei Entgeltumwandlung.

Im Rahmen des tariflichen Optionsmodells besteht für die Betriebsparteien die Möglichkeit, die tarifliche Jahresleistung erfolgsabhängig auszugestalten.

 

Tarifvertrag über Mindestjahresbezüge für akademisch gebildete Angestellte der chemischen Industrie (A-MjB)

Der Tarifvertrag regelt jährlich eine Mindesthöhe für die Jahresbezüge der Beschäftigten mit abgeschlossener naturwissenschaftlicher oder technischer Hochschulbildung, sofern sie überwiegend eine Tätigkeit ausüben, für die diese Ausbildung Voraussetzung ist. Festgelegt wird dabei nur die Mindesthöhe im zweiten Jahr der Beschäftigung. Im Einstellungsjahr und allen darauffolgenden Jahren werden die Bezüge frei verhandelt. 

 

Tarifvertrag über Teilzeitarbeit (TV Teilzeit)

Der Tarifvertrag regelt die Rahmenbedingungen für Beschäftigungen mit Arbeitszeiten unterhalb der regelmäßigen tariflichen Arbeitszeit (Teilzeitarbeit). 

 

Tarifvertrag zur Förderung der Altersteilzeit (TV Altersteilzeit)

Der Tarifvertrag regelt den Anspruch von Arbeitnehmern ab dem 55. Lebensjahr auf eine Altersteilzeitbeschäftigung und schafft damit die Voraussetzungen für einen gleitenden Übergang der Beschäftigten in den Ruhestand. 

 

Tarifvertrag zur Förderung der Integration von Jugendlichen (TV Integration)

Der Tarifvertrag regelt seit 1989 besondere Maßnahmen für Jugendliche, die keine Berufsausbildung abgeschlossen haben. Ziel ist die Vermittlung von Berufsfertigkeiten und  -fähigkeiten, die diesen Jugendlichen die Eingliederung in das Berufsleben ermöglichen. 

 

'Zukunft durch Ausbildung'

Im Tarifvertrag 'Zukunft durch Ausbildung' verpflichten sich die Chemie-Arbeitgeber für die kommenden Ausbildungsjahre eine konkret definierte Anzahl an Ausbildungsplätzen anzubieten, um so das hohe Ausbildungsniveau der Branche zu erhalten.
 
 

Tarifvertrag 'Lebensarbeitszeit und Demografie'

Der Tarifvertrag 'Lebensarbeitszeit und Demografie' enthält das gemeinsame Bekenntnis der Tarifvertragsparteien, die Auswirkungen des demografischen Wandels zu gestalten und Anreize für eine längere Beschäftigung zu setzen. Im Rahmen des gesamten Arbeitslebens des Arbeitnehmers werden hierfür verschiedene Instrumente zur Verfügung gestellt.
 
 

Tarifvertrag 'Brücke in Beschäftigung'

Der Tarifvertrag ist Bestandteil des Krisenbündnisses 2010. Geregelt wird, unter welchen Rahmenbedingungen der Unterstützungsverein der chemischen Industrie die Übernahme von Ausgebildeten in ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis für die Dauer von bis zu 12 Monaten fördern kann.


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