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2018 hatten IG BCE und BAVC die „Roadmap Arbeit 4.0“ vereinbart, mit der sie die Herausforderungen der digitalen Arbeitswelt gemeinsam angehen wollen. BAVC-Geschäftsführerin Petra Lindemann gibt im Interview Einblick in den bisherigen Verlauf der Gespräche:

Ergebnisse der laufenden Gespräche sollen Ende Oktober 2019 vorliegen. So lautet ihr gemeinsames Ziel mit der IG BCE. Wie ist der Stand?

Lindemann: Bislang haben sich die verantwortlichen Kommissionen viermal getroffen, um über die Themen Arbeitsvolumen, Arbeitszeitsouveränität und mobiles Arbeiten zu diskutieren. Vor diesen Treffen mit der IG BCE hatten wir zunächst bei unseren Mitgliedsunternehmen Feedback eingesammelt. Wir wollten wissen, welche Instrumente sie schon heute nutzen. Schließlich starten wir nicht bei null.

Die Chemieindustrie pflegt seit Jahrzehnten eine enge und vertrauensvolle Sozialpartnerschaft. Wie war die Diskussion über die Roadmap bislang?

Lindemann: Wir pflegen in der Tat eine vertrauensvolle Sozialpartnerschaft. Das heißt aber nicht, dass wir nicht streiten. In den laufenden Gesprächen geschieht dies teilweise sogar sehr heftig – etwa was den Wunsch der Gewerkschaft nach bezahlter Freistellung als Wahloption betrifft. Weiter kommen wir da nur, wenn für unsere Unternehmen ein Ausgleich für das ausfallende Arbeitsvolumen sichergestellt wird, mit gleichwertig qualifizierten Mitarbeitern. Es hilft ja nichts, einen Büromitarbeiter mit freien Kapazitäten zu haben, wenn in der Produktion Schichten unbesetzt sind. Hier sind wir noch weit auseinander.

Beeinflusst die konjunkturelle Entwicklung die laufenden Gespräche?

Lindemann: Natürlich spielt das die entscheidende Rolle. Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind immens – etwa mit Blick auf die Digitalisierung der Arbeitswelt. Jetzt rutschen auch noch Produktion und Umsätze in der Chemie im laufenden Jahr deutlich ins Minus. In der aktuellen wirtschaftlichen Situation dürfen die Arbeitskosten nicht steigen.

Den Beschäftigten soll mehr Souveränität bei den Arbeitszeiten eingeräumt werden. Ist das realistisch, nicht zuletzt mit Blick auf das betriebliche Arbeitsvolumen?

Lindemann: Souveränität ist nicht gleichbedeutend mit mehr Freizeit. Flexibel zu arbeiten heißt vielmehr, anders zu arbeiten. Nur wenn das nötige Arbeitsvolumen sichergestellt ist, kann es eine Freistellung geben – das ist die Prämisse. Am Ende muss die Arbeit gemacht werden. Wenn Kunden unzufrieden sind, nutzt dem Arbeitnehmer mehr Souveränität auch nicht viel. Was konkret machbar ist, kann nur auf betrieblicher Ebene geregelt werden.

Das Thema Qualifizierung steht ebenfalls ganz oben auf der Agenda. Wie gehen die Gespräche da voran?

Lindemann: Auch zu diesem wichtigen Thema haben wir schon erste Ideen entwickelt. Mit der IG BCE haben wir ein gemeinsames Verständnis darüber, dass das Arbeitsverhältnis kein All-inclusive-Paket ist. Dafür, dass ein Mitarbeiter beschäftigungsfähig bleibt, ist nicht nur sein Arbeitgeber, sondern ebenso er selbst verantwortlich. Diesen Grundsatz haben wir bereits tarifvertraglich verankert – aber wir müssen diese Verantwortung weiter stärken. Auch darüber diskutieren wir aktuell mit der IG BCE.

Service
Die Langfassung des Interviews zur Roadmap Arbeit 4.0 finden Sie auf www.chemie-arbeitgeber.de

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