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In seinem Gutachten 2020 stellt der Sachverständigenrat Wirtschaft der Bundesregierung fest, dass die Corona-Pandemie und die zu ihrer Bekämpfung ergriffenen Maßnahmen zu einer der schwersten Rezessionen der Nachkriegszeit geführt haben. Zwar setzte mit dem vorläufigen Ende der akuten Maßnahmen gegen die Pandemie im Frühjahr 2020 eine schnelle Erholung ein, der erneute Anstieg der Infektionszahlen zeige aber, wie fragil die Situation bleibt. 

Vorkrisenniveau nicht vor 2022  

Aufgrund der kräftigen Erholung während der Sommermonate dürfte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einer Rate von minus 5,1 Prozent auf das gesamte Jahr 2020 gesehen ungefähr so stark zurückgehen wie im Jahr 2009 während der globalen Finanzkrise. Im Frühjahr waren zunächst deutlich stärkere Rückgänge erwartet worden. Die Experten prognostizieren jetzt, dass sich die Erholung mit einem Wachstum von 3,7 Prozent im kommenden Jahr - allerdings verlangsamt - fortsetzen wird. 

Das Vorkrisenniveau von Ende 2019 dürfte somit nicht vor Anfang des Jahres 2022 wieder erreicht werden. In der Prognose geht der Sachverständigenrat davon aus, dass das Infektionsgeschehen unter Kontrolle gehalten werden kann, kein umfangreicherer Shutdown wie im Frühjahr 2020 notwendig ist und auch, dass die internationalen Lieferketten nicht wesentlich gestört werden.

Langfristige Herausforderungen im Blick behalten  

Das Jahresgutachten spricht auch die langfristigen Herausforderungen für die deutsche Volkswirtschaft an. Diese dürften trotz der Corona-Pandemie nicht aus dem Blick geraten. Das Produktivitätswachstum gehe in Deutschland seit mehreren Jahrzehnten zurück. Der technologische Wandel und insbesondere die Digitalisierung führe durch neue Geschäftsmodelle und Produktionsprozesse zu tiefgreifenden Veränderungen in der Wirtschaftsstruktur und auf dem Arbeitsmarkt. Ein ähnlich umfassender Strukturwandel stehe durch die geplante Reduktion der Treibhausgasemissionen und die demografische Entwicklung an. Wenn eine stabile Erholung nach der Corona-Pandemie erreicht sei, müsse hier dringend auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geachtet werden. Diese müssen einen anhaltenden Aufschwung und ein langfristiges Wachstum sicherstellen. Heutige Stützungsmaßnahmen sollten in diesem Sinne den Wandel hin zu langfristig wettbewerbsfähigen Strukturen nicht behindern.

 

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