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BAVC-Präsident Kai Beckmann hat sich mit dem Angebot an die Bundesregierung gewandt, die Impfungen durch den Einsatz der Werksärzte unserer Branche zu beschleunigen. Wie wir helfen können und was jetzt getan werden muss, erkläutert er in diesem Beitrag:

"Die Hoffnungen auf ein schnelles Ende der Pandemie haben sich in den vergangenen Wochen nicht erfüllt. Im Gegenteil: Obwohl die Infektionszahlen gesenkt werden konnten und nun mehrere Impfstoffe zugelassen sind, führen die noch zu geringe Zahl der vorhandenen Impfdosen, Probleme in der Organisation der ImpfungenVirus-Mutationen und ein anhaltender Lockdown uns jeden Tag vor Augen, wie weit der Weg noch ist.

Bundesregierung und Länder lavieren zwischen Zero Covid-Forderungen, wechselnden Einschätzungen von Virologen und dem verständlichen Drängen von Wirtschaft und Eltern nach Lockerungen. Die Opposition wiederholt täglich ihre Forderungen nach einer umfassenden Öffnungsstrategie, ohne selbst viel dazu beizutragen. Und die Menschen werden von Tag zu Tag müder oder sogar gereizter. Etwas mehr Mut und etwas mehr Willen, die Dinge im eigenen Verantwortungsbereich zu verbessern, würde uns allen gut tun. 

Unzweifelhaft gibt es einen Schlüssel dafür, dass es endlich aufwärts geht: Unser nationales und internationales Impfprojekt muss funktionierenFür Deutschland gehe ich davon aus, dass die Phase knapper Impfdosen schon sehr bald hinter uns liegen wird. Nach Ostern werden wir also voraussichtlich über ein neues Problem diskutieren: Wie gelingt es uns, die dann in großen Mengen verfügbaren Impfstoffe zu den Menschen oder besser: in den Arm zu bringen? 

Das Problem in Zahlen: Die 400 deutschen Impfzentren haben die Kapazität, pro Wocherund 1,4 Millionen Impfdosen zu spritzen. Derzeit wird diese Kapazität aufgrund der Impfstoff-Engpässe nicht ausgeschöpft. Aber aApril rechnet das Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung aufgrund größerer Mengen an Impfstoffen damit, dass viele Impfdosen nicht eingesetzt werden können. Statt einer zu geringen Zahl an Impfdosen diskutieren wir dann über mangelnde Kapazität in den Impfzentren. Bis zu 3 Millionen Menschen können dann voraussichtlich pro Woche nicht geimpft werden, obwohl Impfstoff vorhanden ist.

Aus heutiger Sicht klingt das nach einem Luxusproblem. Bald schon wird es aber ein wirkliches, das sich heute schon absehen und auf das sich reagieren lässt – nicht erst in einigen Wochen, sondern jetztUm nicht weitere wertvolle Zeit zu verlieren, sollten wir Impfzentren und Hausärzte so gut wie möglich dabei unterstützen, möglichst viele Menschen in kurzer Zeit zu impfen. Wir können es uns nicht leisten, vorhandene Impfdosen nicht zu nutzen. Das verbietet sich aus menschlicher, aus ethischer, aus gesamtgesellschaftlicher und auch aus wirtschaftlicher Sicht.

Viele Unternehmen stehen bereit zu helfen. Wir haben das Zeug dazu: Unsere werksärztlichen Strukturen sind einsatzbereit und fähig, die Impfrate entscheidend zu erhöhen. Wir können unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rasch impfen und so auch Kapazitäten in staatlichen Impfeinrichtungen freischaufeln. Wir wollen uns dabei strikt an die politischen Vorgaben zur Impfreihenfolge und Priorisierung halten. Also ausdrücklich keine Privilegierung der Wirtschaft beim Impfen. Wir können aber mit unserer Infrastruktur einen wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie und zu einer Rückkehr zu mehr Normalität für die gesamte Gesellschaft leisten. 

Ein paar Beispiele aus der Chemie- und Pharmaindustrie: Wir haben Mitgliedsunternehmen, die jedes für sich 1.000 und mehr Impfungen täglich leisten könnenWir haben Unternehmen, die bereits in die Infrastruktur investieren, etwa um die Kühlung der Impfdosen zu gewährleisten. Wir haben Unternehmen, die Konzepte erarbeiten, um auch die Familien der Beschäftigten zu impfen. Und wir haben Unternehmen, die ihre Strukturen für weitere Bevölkerungsgruppen öffnen wollen, um die Impfzentren in dieser Phase zu entlasten. 

Auch Unternehmen aus anderen Branchen wollen sich in ähnlicher Art und Weise engagieren. Wir haben das medizinische Personal, wir haben das Know-how, wir kennen unsere Mitarbeiter und wir haben kurze Wege – für die Kommunikation ebenso wie für die Impfung selbst. Diese Kapazitäten sollten wir unbedingt nutzen! 

Das Unterstützungsangebot unserer Branche habe ich den entsprechenden Ministerien unterbreitet. Wir sind bereit, den nötigen Dialog zügig zu starten, damit wir rechtzeitig und umfassend vorbereitet sind. Die Ergebnisse sollten nicht zu lange auf sich warten lassen. Jeder Tag zählt.

Die Industrie kann Großprojekte. Wenn Politik und Wirtschaft jetzt an einem Strang ziehen, können wir einen großen und wichtigen Schritt machen hin auf ein Ende der Pandemie. Wir können viel Vertrauen gewinnen. Viel wichtiger aber: Wir können viele Leben retten. Packen wir’s an!"

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