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Trotz eines schwierigeren Ausbildungsmarktes und wirtschaftlicher Unsicherheiten aufgrund der Corona-Pandemie konnten die Unternehmen der Chemie- und Pharmaindustrie den Rückgang des Ausbildungsplatzangebotes 2021 auf 8.575 neue Plätze begrenzen. 7,5 Prozent der angebotenen Stellen blieben unbesetzt (2020: 8,3 Prozent). Die Übernahmequote liegt mit rund 93 Prozent auf Spitzenniveau. Es ist der zweite Rückgang angebotener Plätze im Verlauf der Pandemie, die allerdings nur einer von mehreren Gründen für diese Entwicklung ist (2020: 9.070 neue Ausbildungsstellen).

Stellenangebot übersteigt die Nachfrage 

Dämpfend wirkt zudem der tiefgreifende Strukturwandel der Branche durch die Umstellung auf klimaneutrale Produktion und Digitalisierung, aber auch der verschärfte internationale Wettbewerb. Gleichzeitig hat sich der Ausbildungsmarkt gedreht: Deutschlandweit übersteigt das Stellenangebot mittlerweile die Nachfrage.

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STANDPUNKT BAVC-Präsident Kai Beckmann

„Ausbildung unter Pandemie-Bedingungen ist deutlich aufwändiger, die Berufsorientierung und die Ansprache von Jugendlichen erheblich erschwert. Hinzu kommen wirtschaftliche Unsicherheit, Strukturwandel sowie ein Ausbildungsmarkt, bei dem das Stellenangebot die Nachfrage übersteigt. Daher überrascht es nicht, dass Unternehmen die Ausbildung über Bedarf zurückfahren.Als Sozialpartner sollten wir uns gemeinsam auf die eigentliche Herausforderung konzentrieren: die angebotenenPlätze adäquat zu besetzen.“

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Dies führt in der Chemie zu einem Rückgang der Ausbildung über Bedarf, häufig verbunden mit einer besonders guten Übernahmesituation für die Auszubildenden. Hinzu kommt: Pandemiebedingt stehen den Chemie-Unternehmen weiterhin weniger Kapazitäten für die Ausbildung in Technika, Laboren und Werkstätten zur Verfügung. Der Aufwand für Recruiting, Betreuung und Schutzmaßnahmen steigt, während bewährte Kontaktmöglichkeiten zwischen Betrieben sowie Bewerberinnen und Bewerbern ausfallen und durch digitale Angebote nicht vollständig kompensiert werden können.

Stiller: „Hervorragende Perspektiven in der Chemie“ 

BAVC-Hauptgeschäftsführer Klaus-Peter Stiller: „Die Zukunftsperspektiven für junge Menschen in unserer Branche sind klasse, die Übernahmezahlen mit über 90 Prozent ausgesprochen hoch. Das eigentliche Problem liegt zunehmend darin, alle angebotenen Ausbildungsplätze auch zu besetzen. 2021 liegt die Quote der nicht besetzten Plätze bei 7,5 Prozent. Das ist spürbar mehr als vor der Corona-Pandemie. Viele Betriebe bekommen die Nachwirkungen von Lockdown und Schulschließungen besonders zu spüren. Die Bewerberlage ist vielerorts noch schwieriger geworden.“

Daten der Bundesagentur für Arbeit 

Der Ausbildungsmarkt 2021 verzeichnet nach der vorläufigen Bilanz der Bundesagentur für Arbeit (BA) nochmals einen Rückgang der gemeldeten Bewerberzahlen um gut 8 Prozent, nach ähnlich hohen Einbußen im Jahr 2020. So kamen auf 100 betriebliche Ausbildungsstellen rechnerisch 87 Bewerberinnen und Bewerber. Damit ist die Lage für junge Menschen am Ausbildungsmarkt weiterhin sehr gut.

Trotzdem scheinen laut BA viele Jugendliche durch die Corona-Pandemie verunsichert zu sein und verbleiben im Schulsystem oder weichen auf Alternativen (z.B. Studium) aus. Deshalb investieren die Chemie-Arbeitgeber massiv in digitales Azubi-Marketing, um junge Menschen trotz eingeschränkter Kontaktmöglichkeiten von einer Ausbildung in Chemie und Pharma zu überzeugen. In der Folge ist auch die Quote nicht besetzter Plätze von 2020 auf 2021 leicht gesunken. Sie liegt aber pandemiebedingt weiter über dem Durchschnitt der letzten Jahre von ca. 5 Prozent.

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