Kontakt
BAVC Kontakt

+49 (0) 611 77881 0

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

 

Pressekontakt

Sebastian Kautzky

+49 (0) 611 77881 61

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Ihr Ansprechpartner

Sebastian Kautzky

Geschäftsführer
Kommunikation
Pressesprecher

+49 (0) 611 77881 61

E-Mail Kontakt

Die Tarifverhandlungen für die 585.000 Beschäftigten in den 1.700 Betrieben der Chemie- und Pharmaindustrie laufen auf Hochtouren. Nach bislang neun regionalen Verhandlungsrunden zeigt sich das erwartete Bild: Beide Parteien sind noch weit auseinander.

Keine Zuwächse, kein Verteilungsspielraum

Im Vordergrund der Verhandlungen steht die Entgeltfrage. Aus Sicht der Arbeitgeber ist die Lage eindeutig: Die Branche befindet sich in einer schweren Krise. Die Verluste bei Produktion und Umsatz sind unübersehbar, der Abstand zum Niveau vor dem russischen Angriff auf die Ukraine immens. Wann wir wieder aus dem Tal herausfinden, ist offen. Zwar scheint die Talsohle mittlerweile erreicht. Zuwächse, die einen Verteilungsspielraum eröffnen, gibt es aber weiterhin nicht.

Die IGBCE spricht dagegen bereits von „Licht am Ende des Tunnels“, begründet ihre Forderung nach sieben Prozent mehr Entgelt aber vor allem mit Reallohnverlusten durch die hohe Inflation der vergangenen Jahre. Dass die Chemie-Beschäftigten schon heute mehr verdienen als in vielen anderen Industriebranchen, bleibt in der Argumentation außen vor.

Zweiklassengesellschaft in den Betrieben?

Zusätzlich erschwert werden die Verhandlungen durch die Forderung der IGBCE nach Vorteilen für ihre Mitglieder, etwa mehr Freizeit oder mehr Geld. Vereinbart hatten IGBCE und Arbeitgeber in der vergangenen Tarifrunde, die Tarifbindung auf beiden Seiten zu stärken. Das wird mit der Forderung der IGBCE nicht gelingen – im Gegenteil. Eine Besserstellung von Gewerkschaftsmitgliedern droht die Belegschaften zu spalten und eine Zweiklassengesellschaft in den Betrieben zu schaffen. Das würden viele Arbeitgeber nicht zulassen und die Mitgliedschaft in den Arbeitgeberverbänden kündigen. Das Ergebnis wäre eine Schwächung der Tarifbindung.

IGBCE und Arbeitgeber haben noch einen weiten Weg vor sich bis zu einem Tarifergebnis, das beiden Seiten gerecht wird. Es geht nun darum, in den weiteren Verhandlungen ein Krisen-Bündnis zu schmieden, mit dem wir uns gemeinsam aus dem tiefen Tal herausarbeiten können.

Zum Impuls Archiv

Zu allen Themen auf dem Laufenden bleiben

BAVC Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie Infodienste und Pressemitteilungen bequem per E-Mail

Jetzt Anmelden

 

Push Notifcations Abonnieren