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Was sagt die Bundesregierung zur wirtschaftlichen Lage? Hier die zentralen Zitate aus dem Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung im Überblick:

„Die deutsche Wirtschaftsleistung hat sich nach den negativen Wachstumsraten der Jahre 2023 und 2024 im Jahr 2025 stabilisiert. Bei einem merklichen Anstieg der privaten und öffentlichen Konsumausgaben betrug das preisbereinigte BIP-Wachstum im Gesamtjahr 2025 (…) 0,2 Prozent. Gegenüber dem Jahr 2019 – vor Pandemie und Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine – lag das preisbereinigte BIP im Jahr 2025 damit nur marginal höher.

Die fortdauernden geo- und handelspolitischen Unsicherheiten, die handelspolitische Fragmentierung und der gestiegene Protektionismus in vielen Regionen der Welt haben im vergangenen Jahr die exportorientierte deutsche Industrie spürbar belastet. Diese Entwicklungen verstärkten bereits bestehende strukturelle Herausforderungen: die verringerte internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft, vor allem demografisch bedingte Fachkräfteengpässe, erhöhte Energiekosten sowie erhebliche bürokratische Belastungen.

Für 2026 erwartet die Bundesregierung ein reales Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent. Dieses liegt leicht unter der Erwartung in der Herbstprojektion 2025.

Die vor allem durch die fiskalischen Impulse getragene erwartete konjunkturelle Erholung darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die strukturellen Wachstumsperspektiven weiterhin spürbar abgeschwächt und angesichts tiefgreifender Umbrüche mit einer erhöhten Unsicherheit behaftet sind.

Um einem weiteren Verlust der Wettbewerbsfähigkeit entgegenzuwirken und das Potenzialwachstum nachhaltig zu erhöhen, sind neben den staatlichen Investitionen zur Modernisierung der Infrastruktur und steuerlichen Investitionsanreizen zusätzliche Reformschritte zur Sicherung der Fachkräftebasis, zum Rückbau bürokratischer Belastungen, zur Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung sowie zur Reduzierung von Energiekosten notwendig.

Die weltwirtschaftlichen Perspektiven bleiben ungeachtet der insgesamt robusten Entwicklung des globalen Wachstums und Handels schwierig. Die wirtschaftliche Dynamik in den meisten Regionen dürfte sich im Jahr 2026 vermutlich etwas verringern und der internationale Handel wird durch geopolitische Spannungen und gestiegenen Handelsprotektionismus gedämpft.

Die Nachfrage nach deutschen Exportgütern dürfte verhalten bleiben, wobei die Verschlechterung der internationalen Wettbewerbssituation deutscher Unternehmen auch auf zunehmende Marktanteilsgewinne von Anbietern aus China zurückzuführen ist. Dies betrifft vor allem die Kernbereiche der deutschen Exportindustrie (…).

Angesichts einer verringerten Nachfrage aus bisher bedeutsamen deutschen Absatzmärkten außerhalb Europas verliert die deutsche Wirtschaft, trotz einer robusten Exportentwicklung in den EU-Binnenmarkt, voraussichtlich erneut Weltmarktanteile. Der Wachstumsbeitrag des Außenhandels dürfte damit auch in diesem Jahr negativ sein (…).

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