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Wie lässt sich die Tarifrunde #Chemie26 in einem Satz zusammenfassen? Vielleicht so: Eine klare und geschlossene Positionierung der Arbeitgeber von Anfang bis Ende, harte und teils zähe Verhandlungen und am Ende ein Ergebnis, mit dem wir die Balance halten zwischen den Interessen von Arbeitgebern und Beschäftigten.

Das Verhandlungsergebnis verbindet die dringend nötige Entlastung für die Unternehmen mit langfristiger Planungssicherheit und besseren Perspektiven für die Beschäftigten in der Transformation. Dieser Tarifabschluss ist damit ein Spiegelbild der Krise, die unsere Branche derzeit durchmacht. Zugleich ist er Ausdruck einer funktionierenden Sozialpartnerschaft, die nicht nur in guten Zeiten hält, was sie verspricht. Arbeitgeber und Gewerkschaft in unserer Branche eint bei allen Unterschieden ein gemeinsames Ziel: Wir wollen die Trendwende schaffen hin zu einer positiveren Entwicklung für unsere Industrie.

Ob diese Trendwende gelingt, entscheidet nicht der Tarifabschluss allein. Viele weitere Faktoren spielen ebenfalls eine maßgebliche Rolle: Globale Verwerfungen, Energiekosten, Regulierung, um nur einige zu nennen. Und doch müssen die Sozialpartner ihrer Verantwortung für den Standort auch tarifpolitisch gerecht werden. Unser Tarifabschluss zeigt: Wir haben unseren Job gemacht. Und zugleich liegt eine Menge Arbeit vor uns – bei der Umsetzung der Vereinbarung wie auch bei künftigen Tarifverhandlungen.

Mit der BAVC-AGENDA 2035 haben wir unsere strategischen Prioritäten klar definiert: Wir treten an, um die Wettbewerbsfähigkeit der Chemie- und Pharmaindustrie zu verbessern. Diesem Ziel sind wir mit dem Tarifabschluss 2026 einen Schritt näher gekommen.

In der Öffentlichkeit wird unser Verhandlungsergebnis richtig einsortiert: Von einem „Krisentarifabschluss“ spricht die FAZ, die BILD von einem „Deal, der klar die Handschrift der Krise trägt.“ Die Stuttgarter Zeitung sieht einen „Tarifabschluss mit Signalwirkung“ und die Rheinpfalz schreibt: „Unterm Strich haben Gewerkschaft und Arbeitgeber das ihnen Mögliche getan, haben für Beschäftigte und Betriebe ein Stück weit Planungssicherheit geschaffen. Das können in diesen Zeiten nicht viele von sich behaupten.“

Vieles spricht dafür, dass wir die Weichen richtig gestellt haben. Viele Menschen haben dazu beigetragen, dass dieser Kompromiss zustande gekommen ist, sowohl auf Seiten der IGBCE als auch auf unserer Seite. Stellvertretend möchte ich den beiden Verhandlungsführern danken. Matthias Bürk für die Arbeitgeber und Oliver Heinrich für die IGBCE haben die Verhandlungen fair und lösungsorientiert geleitet. Darauf können wir aufbauen, wenn wir nun gemeinsam nach vorne schauen.

Der Chemie-Tarifabschluss 2026 ist ein guter Anfang – doch entscheidend wird sein, was wir daraus machen. Mit Klarheit, Verlässlichkeit und einer starken Sozialpartnerschaft können wir unsere Industrie wieder auf Wachstumskurs bringen. Packen wir es an. Gemeinsam – stark – erfolgreich!

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