Parität in der GKV:
Teurer Rückschritt

Im Zuge der Regierungsbildung haben sich Union und SPD auf die 'Rückkehr zur paritätischen Finanzierung' der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verständigt. Nach Auffassung der Sozialdemokraten sollen hierdurch die Beiträge zur Krankenversicherung wieder gleichmäßig zwischen Arbeitgebern und Beschäftigten aufgeteilt werden.

Aus Sicht der Chemie-Arbeitgeber ist dieses Vorhaben teilweise unehrlich und rückwärtsgewandt. So blendet der Vorschlag aus, dass die Arbeitgeber durch die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall bereits seit Langem den größeren Teil der Gesundheitskosten tragen. Allein im Jahr 2016 zahlten die Arbeitgeber dafür über 50 Milliarden Euro; das entspricht 3,9 Beitragspunkten. Eine echte Parität wäre also nur unter Berücksichtigung dieser Beiträge möglich.

Die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

Vor allem aber verstellt die Forderung nach Parität den Blick auf das Wesentliche: Die stetig alternde Bevölkerung und der medizinische Fortschritt werden die Ausgaben für Gesundheit weiter steigen lassen.

Die Aufgabe einer nachhaltigen und klugen Gesundheitspolitik sollte es folglich sein, eine hochwertige medizinische Versorgung mit der Beitragsentwicklung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer und deren Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit in Einklang zu bringen.

Zur Fortsetzung der guten Entwicklung am Arbeitsmarkt ist die Politik daher gefragt, die auf den Arbeitskosten lastenden Sozialabgaben der Arbeitgeber nicht weiter steigen zu lassen. 

 

Mehr Infos:
Unser ausführliches Positionspapier zur Finanzierung der GKV finden Sie unter www.bavc.de 



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