Tarifjahr 2018:
Es geht um Geld und Zeit

Mit dem Tarifabschluss für die 3,9 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie hat das Tarifjahr 2018 Fahrt aufgenommen. Nach sechs regionalen Verhandlungsrunden konnte ein Pilotabschluss erzielt werden, der deutliche Lohnerhöhungen und mehr Spielraum bei der Arbeitszeit vorsieht.

Unter dem Strich zeigt der erste große Tarifabschluss des Jahres, dass die Beschäftigten von der guten wirtschaftlichen Lage profitieren. Darüber hinaus wird die Gestaltung der Arbeitszeit immer mehr zum dominierenden Thema der Tarifpolitik - angetrieben von der demografischen Entwicklung sowie von den Chancen und Risiken der digitalen Arbeitswelt.

Innovationen aus der Chemie

Damit ist eine Debatte in der Breite der Wirtschaft angekommen, die die Sozialpartner der chemischen Industrie seit Jahren führen. So haben IG BCE und BAVC bereits 2008 die stärkere Nutzung von Langzeitkonten auf die Agenda gesetzt und in ihrem Demografie-Tarifvertrag verankert. 2012 wurde der Vertrag um das Modul 'Lebensphasenorientierte Arbeitszeitgestaltung' erweitert. Dieses Modul ermöglicht es Vollzeitbeschäftigten, ihre Arbeitszeit während bestimmter Lebens­phasen auf 80 Prozent zu reduzieren.

Zuletzt haben die Chemie-Sozialpartner in Ostdeutschland das »Potsdamer Modell« entwickelt. Der 2017 vereinbarte Tarifvertrag ebnet den Weg zur Festlegung von Wochenarbeitszeiten auf betrieblicher Ebene. Auch individuelle Arbeitszeitvereinbarungen sieht das Modell vor. Es ist gut, dass solche Innovationen aus der Chemie nun weitere Nachahmer gefunden haben.

IG BCE und BAVC verhandeln ab Sommer

Die Chemie-Sozialpartner selbst verhandeln Mitte des Jahres über einen neuen Tarifabschluss. Aus Sicht der Arbeitgeber sind zwei Dinge entscheidend: Erstens brauchen wir weitere Schritte bei der Modernisierung der Arbeitszeit, die sowohl die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbessern als auch die Flexibilität für die Beschäftigten erhöhen. Zweitens müssen die Tarifparteien gemeinsam dafür sorgen, dass die gute wirtschaftliche Entwicklung fortgesetzt werden kann. Was das in Zahlen bedeutet, werden die Verhandlungen zeigen.

 

'Wir brauchen weitere Schritte bei der Arbeitszeit, die sowohl die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbessern als auch die ­Flexibilität für die ­Beschäftigten erhöhen.'

BAVC-Hauptgeschäftsführer Klaus-Peter Stiller



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