Berufsorientierung an Schulen:
Weichenstellung für die Zukunft

Trotz großer Anstrengungen vieler Unternehmen und Verbände, Jugendliche über Ausbildungsmöglichkeiten und Karriereperspektiven zu informieren, wissen viele Schüler nicht genug über ihre beruflichen Optionen. Schlimmer noch: Hohe Abbrecherquoten im Studium deuten darauf hin, dass sie bei der Wahl ihres Berufes zunächst häufig die falsche Entscheidung treffen. Aus diesem Grund fordern nicht nur die Arbeitgeber eine fest im Lehrplan verankerte und praxisnahe Berufsorientierung. Auch die Schüler wünschen sich eigenständige Unterrichtseinheiten, die sie besser auf das Berufsleben vorbereiten.

Pflichtfach „Berufsorientierung“

In Zeiten des demografischen Wandels ist die Wirtschaft mehr denn je auf motivierte und qualifizierte Nachwuchskräfte angewiesen. Aus diesem Grund setzen die Ausbildungsbetriebe der chemischen Industrie verstärkt auf Schulkooperationen, um frühzeitig mit den Fachkräften von morgen in Kontakt zu kommen. Und auch Lehrkräfte müssen ihren Beitrag leisten: Eine klischeefreie Berufs- und Studienorientierung, die mehr Frauen den Weg in technische („MINT“-)Berufe und mehr Männern den Weg in soziale Berufe aufzeigt, sollte nicht nur aus Sicht der Arbeitgeber fester Bestandteil im Curricular der Sekundarstufen I und II werden.

Wie die neueste SINUS-Studie im Auftrag des Netzwerks Berufswahl-SIEGEL zeigt, fordern auch Jugendliche ein Pflichtfach „Berufsorientierung“. Sie wünschen sich mehr Zeit, um die große Bandbreite an beruflichen Möglichkeiten erfassen und ihre eigenen Stärken und Interessen herausarbeiten zu können. Wichtig ist ihnen dabei, dass die Berufs- und Studienorientierung seitens der Lehrer ehrlich und neutral durchgeführt wird. So wird beispielsweise kritisiert, dass am Gymnasium davon ausgegangen wird, dem Abitur müsse selbstverständlich ein Studium folgen. Über duale Ausbildungsmöglichkeiten werde nur unzulänglich informiert.

Praktische Erfahrungen sammeln

Die Schüler haben erkannt, dass vor allem praktische Erfahrungen die Berufswahl positiv beeinflussen können. Daher fordern sie nicht nur gut strukturierte Unterrichtseinheiten zum Thema Berufs- und Studienorientierung, sondern mindestens zwei berufsorientierte Praktika. Viele der Unternehmen kommen diesem Wunsch bereits entgegen und bieten verstärkt Praktika zum Beispiel in den Ferien an. Nun ist die Politik gefordert, die Schüler auch im Rahmen des Lehrplans auf die berufliche Zukunft vorzubereiten.

 

Elementare Vielfalt
Unsere Ausbildungskampagne „Elementare Vielfalt“ (ElVi) stellt Material zur Berufsorientierung für Schulen bereit: www.elementare-vielfalt.de/lehrer

 



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