Dialogprozess WORK@industry 4.0:
Sozialpartner-Bericht veröffentlicht

Die Ideensammlung zur Chemie-Arbeitswelt der Zukunft ist da: Über den Dialogprozess WORK@industry 4.0 haben mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in acht Workshops darüber diskutiert, wie unsere Branche künftig arbeiten wird und wie wir Arbeiten 4.0 gemeinsam - als Sozialpartner - gestalten können. Die Ergebnisse werden jetzt in einem gemeinsamen Bericht der Chemie-Sozialpartner veröffentlicht.

Ideenschmiede der Chemie-Sozialpartner

Die Ideen zur Gestaltung der Chemie-Arbeitswelt 4.0 wurden auf vier Themenfeldern entwickelt - hier eine Auswahl:

  • Aus- und Weiterbildung: Katalog digitaler Grundkompetenzen, Sozialpartner-Vereinbarung 'Lernen in der digitalen Arbeitswelt“, Weiterbildungseinrichtung auf Branchenebene
  • Gutes und gesundes Arbeiten: Belastungsbarometer zur Arbeitszeit, Gesundheitskümmerer 4.0
  • Zeit- und ortsflexibles Arbeiten: betriebliche Arbeitszeitberatung, Sozialpartnerdialog zum Arbeitszeitgesetz
  • Führung/Organisation: Praxishilfe „Fit für Führung 4.0“, Sozialpartner-Empfehlungen „Mitarbeiterbeteiligung 4.0“

Neue Arbeitsweisen und Methoden erprobt

Die Workshops wurden nach der „WAI-Methode“ durchgeführt: Experten aus Unternehmen (Führungskräfte und Betriebsräte) und Verbänden waren aufgefordert, aus ihren eingeübten Rollen zu treten und so frei und lösungsorientiert wie möglich zu denken. Heraus kam ein „offener Dialog im geschlossenen Raum“: ein fruchtbarer Streit um das bessere Argument, der nicht nach außen getragen wurde und bei dem Positionen manchmal über Kreuz lagen: Es kam vor, dass ein Arbeitgeber „Arbeitnehmer-Positionen“ vertrat - und umgekehrt. Darüber hinaus wurden die Ideen mithilfe agiler Methoden entwickelt; gefürchtet wie geschätzt war bei den Teilnehmern etwa das „Timeboxing“, mit dem die Redebeiträge ebenso beschnitten wie auf Ergebnisorientierung ausgerichtet wurden.

Von den Ideen zur Umsetzung

Der Sozialpartner-Bericht ist Abschluss und Startpunkt zugleich: BAVC und IG BCE haben ihn intensiv studiert und bereits Folgeprojekte verabredet, mit denen aus den Ideen konkrete Umsetzungshilfen für die Digitalisierung der Chemie-Arbeitswelt (z.B. zum Umgang mit personenbezogenen Daten) werden sollen. Fest steht: Die „WAI-Methode“ hat sich bewährt und soll wieder zum Einsatz kommen. Denn WORK@industry 4.0 verbindet Dialog, Expertise und Konsensorientierung und stellt damit genau die Ressourcen bereit, die für das Gelingen von Veränderungsprozessen notwendig sind.

 

Alle im Rahmen von WORK@industry 4.0 (WAI) entwickelten Ideen finden sich im Sozialpartner-Bericht unter work-industry40.de



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