Karriere 50plus:
Mit Erfahrung punkten!

Karrierewege ab 50 fördern und flexibilisieren - das ist das Ziel von „KarisMa - Karriere 50plus - Mit Erfahrung punkten!“. Kürzlich wurden erste Ergebnisse dieses gemeinsamen Projektes der Chemie-Sozialpartner vorgestellt, das vom Europäischen Sozialfonds unterstützt wird.

Großes Interesse für aktuelles Thema

Das Interesse an einer Beteiligung an diesem Projekt war von Anfang an groß. Im Rahmen qualitativer Befragungen der Zielgruppe 50plus wurden 166 Interviews in zwölf Unternehmen durchgeführt. In Workshops der Projektunternehmen wurden die Interviewergebnisse ausgewertet und mit den Beteiligten diskutiert sowie weitere Maßnahmen festgelegt. Entscheidend sind die Kenntnis über hemmende Faktoren, die fördernden Instrumente und das Aufzeigen von Konzepten zur Erschließung von Fach- und Führungskräften aus der Generation 50plus.

Zusammenfassend lassen sich die folgenden Handlungsfelder erkennen:

  • Alle Altersgruppen umfassende Personalentwicklung: Durchlässigkeit und Transparenz der Personalentwicklung, Sensibilisierung von Führungskräften
  • Wertschätzung und Anerkennung als Führungsinstrument: Wertschätzung bis zum Ausscheiden aus dem aktiven Arbeitsleben - Ausstiegsprozedere /Verabschiedungskultur (off-boarding-process) wertschätzend gestalten, Mitarbeiterwahrnehmung durch die Führungskräfte
  • Modelle für Wissenstransfer: Aktivierung von Tandems für Wissenstransfer
  • Flexible Ausstiegsmodelle: Einrichtung z.B. von Langzeitkonten für eine spätere Arbeitszeitreduzierung, innovative Gestaltung von Arbeitszeitmodellen
  • Alternsgerechte Arbeitsbedingungen: größere Sensibilisierung für altersgerechtes Arbeiten, auch an Büroarbeitsplätzen sowie im Hinblick auf die Anforderungen von Arbeiten 4.0

Erste Schlussfolgerungen

Die Mehrheit der Interviewten äußerte Karrierewünsche, die sie aber im Unternehmen nicht umsetzen können. Der Personaleinsatz und die Personalentwicklung konzentrieren sich ihrer Meinung nach deutlich auf die Förderung jüngerer Altersgruppen. Die Herausforderungen durch den demografischen Wandel und die wachsende Gruppe älterer Beschäftigter sind zwar erkannt und es gibt diesbezüglich auch einige Initiativen in den Unternehmen, allerdings besteht Nachholbedarf in der Umsetzung. Häufig gaben die Interviewten an, dass „man im Unternehmen mit Mitte 50 bereits zum alten Eisen gehört“.

Innerhalb des Unternehmens muss stärker für das Thema lebensphasenorientierte Personalentwicklung sensibilisiert werden. Helfen könnte eine individuelle Karriereplanung beispielsweise mittels jährlicher Planungsgespräche, bei der auch die betrieblichen Rahmenbedingungen in den Blick genommen werden.

In der zweiten Projektstufe werden zehn Unternehmen ihre Zusammenarbeit im Projekt fortsetzen. Dabei geht es nach einer umfassenden Auswertung um die Festlegung strategischer, unternehmensspezifischer Maßnahmen, wie die Organisation des Wissenstransfers oder die Einrichtung eines altersunabhängigen Kompetenzpools von Mitarbeitern.

 

Mehr Infos zum Projekt „KarisMa - Karriere 50plus - Mit Erfahrung punkten!“ finden Sie auch auf unserer Website www.bavc.de



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