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Mathias Schöttke

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Hohe Kosten, mangelnde Wettbewerbsfähigkeit, zu wenig Nachfrage – die Krise der deutschen Industrie schlägt immer heftiger auf die Beschäftigung durch. Jeden Monat verliert Deutschland 15.000 Industriearbeitsplätze. Das ist nicht nur bitter für die Betroffenen und ihre Familien, das schwächt auch das Fundament unseres Wohlstands.

Es sind gerade die gut bezahlten und tariflich abgesicherten Arbeitsplätze in der Industrie, die dem Staat hohe Steuereinnahmen und den Sozialkassen dringend nötige Beiträge bringen. Die Leistung der Industrie zur Finanzierung unseres Gemeinwesens ist überdurchschnittlich hoch.

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STANDPUNKT: BAVC-Hauptgeschäftsführer Mathias Schöttke

„Die Politik darf dem industriellen Aderlass nicht länger zuschauen.“

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Die Politik darf dem industriellen Aderlass nicht länger zuschauen. Die Industrie braucht Soforthilfe, um nicht noch kleiner zu werden. Sinkt der Anteil industrieller Wertschöpfung in Deutschland weiter, verlieren wir nicht nur Wohlstand und Arbeitsplätze, wir verlieren auch Widerstandskraft gegen künftige Krisen.

Vor der Sommerpause hat die Bundesregierung ihr 34 Punkte umfassendes „Programm für Aufschwung und Beschäftigung“ vorgelegt. Darin enthalten ist auch die Einladung an die Tarifparteien besonders krisengeschüttelter Branchen wie der Chemie, konkrete Maßnahmen zu entwickeln, „die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz erhöhen“. Mitte Oktober sollen diese Vorschläge in den politischen Prozess eingespeist werden.

IGBCE und BAVC haben den Ball unmittelbar aufgenommen und einen Dialog gestartet. Naturgemäß haben Gewerkschaft und Arbeitgeber in vielen Punkten unterschiedliche Ansichten, wie unsere Industrie wieder wettbewerbsfähig werden kann und welche Reformen für Arbeitsmarkt und Sozialstaat nötig sind. Aber in dieser existenziellen Krise geht es in erster Linie darum, Schnittmengen zu finden und die Branche gemeinsam wieder auf Kurs zu bringen.

Mit dem Tarifabschluss 2026 haben wir gezeigt, was wir können. Ich bin überzeugt: IGBCE und BAVC werden liefern – das erwarten wir auch von der Bundesregierung.

 

Hinweis: Dieser Podcast wurde ganz oder teilweise mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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