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„Die Chemie-Tarifrunde 2014 muss einen substanziellen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit unserer Branche leisten”, forderte BAVC-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Goos mit Blick auf die heute vorgelegte Forderungsempfehlung des IG BCE-Hauptvorstands.

„Die Chemie-Tarifrunde 2014 muss einen substanziellen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit unserer Branche leisten“, forderte BAVC-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Goos mit Blick auf die heute vorgelegte Forderungsempfehlung des IG BCE-Hauptvorstands. „Die Schere zwischen kräftigen Tarifabschlüssen und enttäuschten Geschäftserwartungen darf nicht weiter auseinandergehen. Stattdessen müssen wir gemeinsam unsere Wettbewerbsfähigkeit stärken und dadurch Beschäftigung stabilisieren“, betonte Goos.
 
Stagnierendes Geschäft bei steigenden Kosten
 
Die IG BCE sei daher gut beraten, die Erwartungen frühzeitig zurückzuschrauben. „Die wirtschaftliche Situation der Branche rechtfertigt eine solch hochprozentige Forderung definitiv nicht“, so der BAVC-Hauptgeschäftsführer. Heute liegt die Chemie-Produktion noch immer unter dem Vorkrisenniveau von 2007. Seit zehn Quartalen bewegt sich die Branchenkonjunktur allenfalls seitwärts. Goos: „Unter dem Strich steht ein stagnierendes Geschäft bei steigenden Kosten.“
„Die Folgen der Energiewende erhöhen den Kostendruck in den Unternehmen massiv.“ Auch seien die Arbeitskosten seit 2011 deutlich gestiegen. Tariferhöhungen von 4,1 und 4,5 Prozent steht ein Produktionsrückgang gegenüber. Immer wieder mussten Konjunkturprognosen nach unten korrigiert werden. „Das Prinzip Hoffnung darf nicht zur Basis der Tarifpolitik werden“, mahnte Goos.
 
Arbeitgeber offen für Fortsetzung des Ausbildungstarifvertrags
 
Offen sind die Chemie-Arbeitgeber gegenüber einer Fortsetzung des Tarifvertrags „Zukunft durch Ausbildung“, der Ende 2013 ausläuft. „Dieser Tarifvertrag ist eine Erfolgsgeschichte, die wir fortschreiben wollen. Die Unternehmen stehen zu ihrer Verantwortung für die junge Generation. Eigene Ausbildung ist das beste Mittel gegen den drohenden Fachkräftemangel“, erklärte Goos. „Wesentlicher Teil des Erfolgs ist dabei der tariflich verankerte Grundsatz ‚Ausbildung geht vor Übernahme‘“.
IG BCE und BAVC hatten 2003 vereinbart, das Ausbildungsplatzangebot bis 2007 stufenweise zu steigern. Der Tarifvertrag wurde seitdem mehrfach verlängert und ausgebaut; er
legt ein branchenweites Ziel für die Zahl neuer Ausbildungsplätze fest (2013: 9.000 neue Ausbildungsplätze). Mit Ausnahme der beiden Krisenjahre wurde die Vorgabe des Tarifvertrags immer übertroffen.
 
Übernahmen müssen in der Verantwortung der Unternehmen bleiben
 
„Einen Zwang zur Übernahme Ausgebildeter lehnen wir ab“, unterstrich der BAVC-Hauptgeschäftsführer. „Jede tarifliche Vorgabe würde dazu führen, dass weniger ausgebildet wird. Schon die Forderung danach ist eine Gefahr für die Ausbildung über Bedarf und verschlechtert die Chancen schwächerer Jugendlicher.“ Goos wies darauf hin, dass schon heute über 80 Prozent der Ausgebildeten übernommen werden. „Übernahmen sind wichtig für die Nachwuchssicherung. Die Entscheidung darüber muss aber in der Verantwortung der Unternehmen bleiben.“
 
Die Tarifverhandlungen für die 550.000 Beschäftigten in den 1.900 Betrieben der deutschen Chemie-Industrie beginnen am 2. Dezember 2013 mit dem Auftakt der regionalen Verhandlungsrunde in Rheinland-Pfalz.
 
Alle Infos auch über www.twitter.com/BAVChemie
 

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