Der Bundesarbeitgeberverband Chemie ist der tarif- und sozialpolitische Spitzenverband der chemischen und pharmazeutischen Industrie sowie großer Teile der Kautschuk- und kunststoffverarbeitenden Industrie. Er vertritt die Interessen seiner 10 regionalen Mitgliedsverbände mit 1.900 Unternehmen und 550.000 Beschäftigten gegenüber Gewerkschaften, Politik und Öffentlichkeit.

Eine der wesentlichen Stärken der deutschen Wirtschaft ist das hochentwickelte System industrieller Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Tarifautonomie und Flächentarifvertrag sind tragende Säulen der Sozialen Marktwirtschaft und damit Teil des Erfolges in den letzten 60 Jahren.
Die aktuell verfügbaren Zahlen zur Kurzarbeit in der chemischen Industrie lassen darauf schließen, dass auf dem Arbeitsmarkt das Schlimmste überstanden ist. Die Branche befindet sich offenbar auf dem Weg zurück zur Normalität.

Politik und Wirtschaft haben ein großes Interesse daran, die Begeisterung junger Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu steigern. Denn noch immer sind MINT-Fachkräfte in Deutschland Mangelware.

Die Chemie-Arbeitgeber drängen auf eine zügige gesetzliche Regelung zur Tarifeinheit. Es sei dringend geboten, das Prinzip der Tarifeinheit gesetzlich zu verankern, um die Funktionsfähigkeit der Tarifautonomie in Deutschland zu sichern, erklärte BAVC-Präsident Eggert Voscherau anlässlich der BAVC-Mitgliederversammlung. „Das ist Grundvor-aussetzung für eine stabile und zukunftsfähige Sozialpartnerschaft wie wir sie in der Chemie-Industrie über Jahrzehnte entwickelt haben“, so Voscherau.