Der Bundesarbeitgeberverband Chemie ist der tarif- und sozialpolitische Spitzenverband der chemischen und pharmazeutischen Industrie sowie großer Teile der Kautschuk- und kunststoffverarbeitenden Industrie. Er vertritt die Interessen seiner 10 regionalen Mitgliedsverbände mit 1.900 Chemie-Firmen und 550.000 Beschäftigten gegenüber Gewerkschaften, Politik und Öffentlichkeit.

11,1 Prozent mehr Produktion in Chemie-und Pharma-Industrie im November 2009 verglichen mit dem Vorjahresmonat: Diese Zahl ist Wasser auf die Mühlen der Konjunkturoptimisten. Die Branche kehrt zurück zu zweistelligen Wachstumsraten, die Krise ist ausgestanden, Geschichte?

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für die Chemie-Sozialpartner ein Top-Thema. Erst kürzlich haben Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) sowie Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) diese gemeinsame Position bestätigt.

Aus der Chemie kamen zum Jahresausklang erste Signale einer konjunkturellen Stabilisierung. Nachdem die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise ab Oktober 2008 zum stärksten Produktionseinbruch seit der ersten Ölkrise 1973/74 geführt hat (2009: minus zehn Prozent), steht nun der mühsame Weg zurück auf Vorkrisenniveau an.
Die Tarifbindung in Deutschland hat sich in den letzten Jahren stabilisiert. 2008 galten in 62 Prozent aller Betriebe für 81 Prozent aller Beschäftigten direkt oder indirekt Tarifverträge. In Westdeutschland lag der Anteil bei 64 Prozent der Betriebe mit 82 Prozent aller Beschäftigten, in den neuen Bundesländern bei 54 Prozent der Betriebe mit 75 Prozent der Beschäftigten. Das sind die zentralen Ergebnisse des aktuellen IAB-Betriebspanels.