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Mit Legal Tech steht die nächste Evolutionsstufe im Rechtsberatungsmarkt an. Fast täglich drängen neue Startups auf den Markt und immer mehr renommierte Kanzleien entwickeln eigene Angebote.

Das Anwendungsspektrum ist dabei enorm weit: von Software für die Büroorganisation in den Bereichen Buchhaltung, Dokumentenverwaltung oder Rechnungswesen über automatisierte Dokumentenerstellung im Rahmen von Generatoren sowie Rechtsportale, die standardisierte Rechtsfragen beantworten, bis hin zu (KI-gestützten) Chatbots.

Im Alltag vieler Menschen hat Legal Tech bereits Einzug gehalten. Sei es das Anfechten von Blitzerbescheiden (geblitzt.de) oder das Erstreiten von Entschädigungen bei Verspätung oder Ausfall eines Fluges (flightright.de) - für all dies gibt es mittlerweile Webseiten, die die Verbraucher bei der Durchsetzung ihrer Rechte unterstützen. Auf ihnen werden Bescheide und Sachverhalte zunächst kostenfrei durch Partnerkanzleien geprüft und die Erfolgsaussichten beurteilt. Nach erfolgter Prüfung kann der Nutzer sich entscheiden, ob er das Verfahren weiter betreiben möchte; er wird dann über die gegebenenfalls anfallenden Kosten informiert.

Vorteile für Unternehmen nutzen

Nicht nur für Privatanwender, auch für Unternehmen gibt es eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten für Legal Tech. So sind Tools wie Zeugnisgeneratoren bereits in vielen Unternehmen Standard. Diese ermöglichen es der Personalabteilung, mit wenigen Klicks rechtssichere Arbeitszeugnisse zu erstellen. Aber auch Tools zur Fristenkontrolle oder zur automatisierten Erstellung von Dokumenten werden immer häufiger eingesetzt.

Die Vorteile liegen auf der Hand. Mit Hilfe dieser Tools werden Arbeitsprozesse immer effizienter und können damit wesentlich beschleunigt werden. Außerdem stellen Tools wie die Zeugnis- und Dokumentengeneratoren sicher, dass Arbeitszeugnisse und andere rechtliche Dokumente einem einheitlichen Standard folgen und rechtssicher ausgestaltet sind.

Chemie geht voran

Diese Entwicklung nehmen die Arbeitgeberverbände der chemischen Industrie auf. Als eine der ersten Branchen arbeiten wir intensiv an der Umsetzung eigener Legal Tech-Angebote. Erstmals aufgegriffen wurde das Thema auf der BAVC-Wintertagung 2018. Danach wurde entschieden, dass die Verbände ein Legal Tech-Angebot für die Mitgliedsunternehmen entwickeln. Auf dieser Basis wurden Gespräche mit verschieden Anbietern geführt.

Überzeugen konnte hierbei der Anbieter ReNoStar/Soldan. ReNoStar entwickelt und vertreibt seit mehr als 30 Jahren Softwarelösungen für die rechtsberatenden Berufe. Heute arbeiten 7.500 Kanzleien an 50.000 Arbeitsplätzen mit Software von ReNoStar. Zusammen mit Soldan erarbeitet ReNoStar seit einigen Jahren auch verschiedene Legal Tech-Lösungen. Für die Mitglieder der Chemie-Arbeitgeberverbände werden derzeit zwei Module entwickelt, die die Unternehmen bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen sollen.

Das erste Modul: der Dokumentengenerator

Mit diesem Angebot werden Mitgliedsunternehmen für die tägliche Arbeit notwendige Muster für Arbeitsverträge, Abmahnungen oder auch Kündigungsschreiben zur Verfügung gestellt. Die durch eine Gruppe von Experten eingepflegten Dokumente basieren auf den Handbüchern „Arbeitsvertragsgestaltung“ und „Das Arbeitsverhältnis in der chemischen Industrie“ in den jeweils aktuellen Fassungen. Diese Standardwerke für die Branche werden gemeinsam vom BAVC und seinen Mitgliedsverbänden erarbeitet. Im Rahmen des Dokumentengenerators wird dem Nutzer eine Vorlage zur Verfügung gestellt, bei der er nur noch einzelne Platzhalter ausfüllen muss. Daraus wird dann eine Word-Datei generiert. Da aus datenschutzrechtlichen Gründen die Eingabe von personenbezogenen Daten nicht zulässig ist, müssen diese in der Word-Datei ergänzt werden, damit das Dokument finalisiert werden kann. Der Generator kann und soll nicht jede mögliche Sachverhaltsvariante in Gänze abbilden und wird daher die individuelle Beratung durch einen (Verbands-)Juristen nicht ersetzen. Gleichwohl hat er das Potenzial, Routinetätigkeiten mittels Legal Tech zu vereinfachen. Zugang zu dem Generator erhalten Mitgliedsunternehmen in naher Zukunft über die Intra-/Extranets der BAVC-Mitgliedsverbände.

Das zweite Modul: das Chemie-Rechtsportal

Als zweites Modul wird im Jahr 2020 ein Chemie-Rechtsportal entwickelt. Hier sollen die Mitgliedsunternehmen Antworten auf typische Anfragen finden sowie Verlinkungen auf einschlägige Rechtsprechung und ausführliche Praxishinweise. Auch eine Verknüpfung des Dokumentengenerators mit dem Chemie-Rechtsportal wird derzeit geprüft.

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