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Bildung

Investition in die Zukunft

Die Chemie-Branche ist der industrielle Innovationsmotor Deutschlands. Um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern, ist die Chemie auf motivierte und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlang der gesamten Wertschöpfungskette angewiesen – von Facharbeitern, Technikern und Meistern bis hin zu akademischen Fach- und Führungskräften. Der BAVC engagiert sich deshalb für eine moderne Bildungspolitik und unterstützt die Chemie-Unternehmen bei der Nachwuchsgewinnung und Fachkräftesicherung.

Ein Markenzeichen der chemischen Industrie ist das klare Bekenntnis zur dualen Berufsausbildung als Kernelement nachhaltiger Personalpolitik. Ausdruck findet dieses Engagement für Ausbildung auch in der Tarifpolitik der Chemie-Sozialpartner, insbesondere mit dem Tarifvertrag „Zukunft durch Ausbildung und Berufseinstieg“.

Eckdaten zur Ausbildung in der Chemie-Branche:

  • rund 26.000 Auszubildende und dual Studierende 
  • über 50 verschiedene Ausbildungsberufe und zahlreiche duale Studienangebote – das Spektrum reicht von naturwissenschaftlichen, technischen und kaufmännischen Berufen bis hin zu Ausbildungsangeboten im Bereich IT und Medien sowie Gastronomie
  • über 70 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse entfallen auf den MINT-Bereich
  • zahlenmäßig stärkster Ausbildungsberuf der Branche ist der / die Chemikantin (5.560 Auszubildende) - dahinter folgen Chemielaborantin (2.191), Industriemechanikerin (1.816), Industriekaufmannfrau (1.677) und Elektronikerin Automatisierungstechnik (1.102)
  • moderne und zukunftsorientierte Ausbildungsberufe - dafür sorgen technologieoffene Ausbildungsordnungen mit digitalen Wahl- und Zusatzqualifikationen

Weitere Informationen zu den verschiedenen Ausbildungsberufen der Chemie-Branche sowie freie Ausbildungsangebote von Chemie-Unternehmen in ganz Deutschland finden Sie auf der Homepage der Ausbildungskampagne „Elementare Vielfalt“, einer Initiative der Chemie-Arbeitgeberverbände.

Über das Studienangebot im Fach Chemie informiert die Website „Chemie studieren“ der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh).

Die Chemie-Arbeitgeberverbände engagieren sich auch im Rahmen der BDA/BDI-Initiative „MINT Zukunft schaffen“. Mit dieser Initiative will die Wirtschaft dem Fachkräfteengpass in den naturwissenschaftlichen und technischen Berufen begegnen. Ziel ist es, Schulabsolventinnen und -absolventen für eine Ausbildung oder ein Studium in den MINT-Fächern zu begeistern. Jährlich finden bundesweit zahlreiche Einzelinitiativen und Veranstaltungen statt, die durch MINT-Botschafternetzwerke unterstützt und öffentlichkeitswirksam begleitet werden.

Wichtige Ausbildungsberufe der Chemie-Branche wurden hinsichtlich ihrer digitalen Kompetenzen gestärkt: So ist seit August 2018 beim Chemikanten die neue Wahlqualifikation „Digitalisierung und vernetzte Produktion“ verfügbar. Bei den Metall- und Elektroberufen bringen die Berufsbildposition „Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit“ sowie optionale Zusatzqualifikationen den Ausbau digitaler Fähigkeiten voran.

Im August 2020 wurden die Laborberufe mit den Wahlqualifikationen „Digitalisierung in Forschung, Entwicklung, Analytik und Produktion“ sowie „Arbeiten mit vernetzten und automatisierten Systemen“ voran gebracht. Im gleichen Jahr trat die Neuordnung der IT-Berufe in Kraft. Der Beruf „Fachinformatiker/in“ steht statt bisher in zwei, nun in den vier Fachrichtungen „Anwendungsentwicklung“, „Systemintegration“, „Daten- und Prozessanalyse“ sowie „digitale Vernetzung“ zur Verfügung. Ebenso kann in den überarbeiteten bzw. neuen Berufen „IT-Systemelektroniker/in“, „Kaufleute für Digitalisierungsmanagement“ und „Kaufleute für IT-Systemmanagement“ ausgebildet werden.

Mit den neuen Möglichkeiten ergeben sich Fragen: Wie sehen die Inhalte im Detail aus? Ändert sich etwas bei der Prüfung oder in der Berufsschule? Gibt es Umsetzungsbeispiele für die Praxis? Antworten und Unterstützung bietet die neue Rubrik „Digitalisierung“ im Unternehmensbereich von „Elementare Vielfalt“, der Ausbildungskampagne der Chemie-Arbeitgeberverbände

Elementare Vielfalt - Deine Ausbildung in der Chemie-Branche

elementare vielfalt mit Erlenmeyer quer RGB

Die chemische Industrie ist eine forschungsintensive Hightech-Branche. Um auch in Zukunft wegweisende Produkte anbieten zu können, sind die Unternehmen mehr denn je auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen. Im Wettbewerb um geeignete Auszubildende sehen sie sich aber zunehmend mit den Herausforderungen des demografischen Wandels konfrontiert.

Um das Engagement im Bereich Nachwuchssicherung weiter auszubauen, unterstützen die Chemie-Arbeitgeberverbände ihre Mitglieder mit der Ausbildungskampagne „Elementare Vielfalt (ElVi) - Deine Ausbildung in der Chemie-Branche". Ein Gesamtpaket aus Internetauftritt, begleitenden Informationsmaterialien und Marketingaktivitäten soll die Ausbildungsbetriebe der Branche im Wettbewerb um junge Nachwuchskräfte stärken.

Zentrales Element der Ausbildungskampagne ist der Internetauftritt. Er bietet jungen Menschen in der Phase der Berufsfindung zielgruppengerechte Informationen aus einer Hand. Neben Porträts der wichtigsten Ausbildungsberufe, Informationen zum Dualen Studium und Bewerbungstipps können Schülerinnen und Schüler auch freie Ausbildungsplätze oder duale Studiengänge der Chemie-Betriebe in einer bundesweiten Ausbildungsbörse finden. Zusätzlich werden kleinere und mittlere Chemie-Betriebe im Rahmen der ElVi-Kampagne mit der Aktion „Starte deine Ausbildung im Mittelstand" unterstützt.

Mit dem ElVi-Ausbildungsfinder sollen Schülerinnen und Schüler noch einfacher für eine duale Ausbildung in der Chemie-Branche begeistert werden – schnell, einfach und spielerisch. Daher wurde ganz bewusst auf einen modernen 3D-Toy-Look, eine Spielmechanik nach dem „Hot-or-Not“-Prinzip, kurze Texte, schnelle Ergebnisse und witzige Videospots zur Vermarktung gesetzt. Der ElVi-Ausbildungsfinder wurde nach dem „mobile first“-Prinzip umgesetzt und holt die Zielgruppe der 15 bis 22-Jährigen somit auf ihrem bevorzugten Endgerät – dem Smartphone – ab.

ElVi’s Ausbildungsfinder lässt sich hervorragend für die Berufsorientierung nutzen. Auch Lehrerinnen und Lehrer profitieren von dem Tool und zusätzlichen Werbematerialien, die sie kostenfrei auf der Lehrerwebsite bestellen können. Hier finden sich auch weitere nützliche Informationen zum Thema Berufsorientierung in der Schule.

Das 360°-Ausbildungsquiz entführt Schülerinnen und Schüler in die Welt von Chemikanten, Anlagen- oder Industriemechanikern, Lagerlogistikern und Co. Spielerisch entdecken die Jugendlichen die Ausbildungswelten verschiedener Branchenberufe und beantworten dabei zum jeweiligen Ausbildungsberuf passende Fragen. Am Ende können Sie sich in einen Highscore eintragen und mit den anderen Spielerinnen und Spielern messen. Das 360°-Ausbildungsquiz bringt jungen Talenten somit Ausbildungsinhalte sowie Fakten zur dualen Ausbildung näher und vermittelt virtuell bereits ein Gefühl für den vielleicht zukünftigen Arbeitsplatz.

Die Ausbildungskampagne „Elementare Vielfalt“ wurde mehrfach ausgezeichnet. Weitere Informationen sind auf dem Unternehmensportal zur Kampagne abrufbar. Dieses dient als Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Nutzung unterschiedlicher ElVi-Instrumente für das eigene Ausbildungsmarketing.

Web-Links:

www.elementare-vielfalt.de
www.elementare-vielfalt.de/kmu

www.ausbildung-finden.de
www.elementare-vielfalt.de/360-ausbildungsquiz

www.instagram.com/ausbildungsquiz
www.youtube.com/ElementareVielfalt
www.tiktok.com/@ausbildungsquiz
www.facebook.com/ElementareVielfalt

Spot 'Partnerwahl' 

Berufevideo 'Chemikant'

YouTuberin Mai testet den Ausbildungsfinder

 

Im Jahr 2000 haben die Chemie-Sozialpartner die Initiative „Start in den Beruf“ ins Leben gerufen. Mit dieser Initiative werden Jugendliche gefördert, die bisher keine Lehrstelle gefunden haben und denen die Voraussetzungen für die erfolgreiche Aufnahme einer Berufsausbildung noch fehlen. In einem 3- bis 12-monatigen Förderprogramm sollen sie durch ein Zusammenspiel von betrieblicher Praxis, theoretischer Unterweisung und sozialpädagogischer Betreuung zur Aufnahme einer qualifizierten Berufsausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) befähigt werden.

Die Jugendlichen erhalten nach dem Tarifvertrag zur Förderung der Integration von Jugendlichen eine Eingliederungsvergütung. Der UCI unterstützt die Teilnehmer einer Start-Maßnahme auf Antrag mit einem Förderbeitrag als Zuschuss zum Lebensunterhalt (bei Jugendlichen bis zum vollendeten 25. Lebensjahr). Die Teilnehmer haben die Möglichkeit praktische und theoretische Erfahrungen zu sammeln, um so die Chance auf eine Teilnahme am Arbeitsmarkt zu erhalten. Die Chemie-Sozialpartner sehen hierin eine wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe.

Findet die Maßnahme bei einem kleineren oder mittleren Betrieb statt, können die Teilnehmer mit dem Programm „StartPlus“ zusätzliche Zuschüsse für eine begleitende sozialpädagogische Betreuung bei einem Bildungsdienstleister erhalten.

Downloads

Beiträge der Chemie-Sozialpartner zur Integration von Flüchtlingen in Arbeitsmarkt und Gesellschaft

Die Integration von Flüchtlingen in Arbeitsmarkt und Gesellschaft ist eine der zentralen Herausforderungen der Gegenwart. Die nach Deutschland Geflüchteten bringen – wie alle Menschen – enorme Potenziale mit sich. Um sie zu heben, bedarf es jedoch einer gesamtgesellschaftlichen Kraftanstrengung, die konsequent, schnell und investitionsbereit auf die „Bildung“ der neu Angekommenen im besten Sinne des Wortes setzt: die Befähigung jedes Einzelnen zur Ausübung einer beruflichen Tätigkeit, zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, zur Führung eines selbstbestimmten Lebens. Bildung ist, so verstanden, zentrales Integrationsvehikel und Eckpfeiler einer vorausschauenden Flüchtlingspolitik.

Initiative der Chemie-Sozialpartner

In diesem Sinne haben die Chemie-Sozialpartner ihr Programm „Start in den Beruf“ geöffnet, das darauf abzielt, nicht ausbildungsreife Jugendliche für eine Ausbildung fit zu machen – in der Chemie oder auch in anderen Branchen. Das „Pre-Start-Programm“ setzt bereits bei der Vermittlung notwendiger Sprachkenntnisse und sozialer Kompetenzen an. Hierfür haben IG BCE und BAVC eine Million Euro aus einem gemeinsamen Fonds bereitgestellt, dem Unterstützungsverein der chemischen Industrie (UCI).

Zielgruppengerechtes Erklärvideo

Mit dem Erklärvideo „Die Vorteile einer Berufsausbildung“ geben die Chemie-Sozialpartner eine kurze und leicht verständliche Einführung in die Zugangsmöglichkeiten und -bedingungen des deutschen Arbeitsmarkts. In arabischer, englischer und deutscher Sprache wird erklärt, warum es langfristig besser ist, eine Ausbildung aufzunehmen, als kurzfristig Geld mit Aushilfstätigkeiten zu verdienen. Mit diesem zielgruppengerechten Format informieren die Chemie-Sozialpartner über das erfolgreiche, aber international wenig bekannte System der dualen Berufsausbildung und machen neugierig auf eine Tätigkeit in der Chemie. Das Erklärvideo ist ein Beitrag der Chemie-Sozialpartner zur gesellschaftlichen Verantwortung: Eine Ausbildung eröffnet Zukunftschancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt und ist damit Voraussetzung für eine gelungene Integration.

Digitalisierung, Dekarbonisierung und der demografische Wandel sind Herausforderungen, mit denen sich die Chemie-Branche in Bezug auf die Qualifizierung der Beschäftigten intensiv auseinandersetzen muss. Betriebliche Anforderungen und individuelle Karrieremöglichkeiten müssen miteinander verknüpft werden, um sowohl die Wettbewerbs- als auch Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten. Dabei setzen wir auf das Prinzip der geteilten Verantwortung, Weiterbildung ist also sowohl Aufgabe der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer.

Qualifizierungsoffensive Chemie

Um zu zeigen, dass die genannten Herausforderungen eine gemeinsam zu bewältigende Aufgabe sind, haben die Chemie-Sozialpartner im Rahmen der Tarifverhandlungen im November 2019 die „Qualifizierungsoffensive Chemie“ ins Leben gerufen. Diese besteht aus drei Elementen, die auf das Weiterbildungsengagement der Branche einzahlen:

Der Future Skills Report Chemie ist eine KI-basierte Trendanalyse zu Kompetenzen der Zukunft. Er wurde gemeinsam mit dem People Analytics Dienstleister HRForecast entwickelt. Mithilfe von künstlicher Intelligenz und großen Datenmengen werden Stellenanzeigen und andere Quellen ausgelesen und analysiert. Daraus leiten sich Trends in ausgewählten Funktionsbereichen und für die Branche besonders relevanten Berufen ab, die unter www.future-skills-chemie.de dargestellt sind.

Das Qualifikationsanalysetool „PYTHIA-Chemie“, das gemeinsam mit dem Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) an die Anforderungen der Branche angepasst wurde, steht Mitgliedsunternehmen der Chemie-Arbeitgeberverbände ab Herbst 2021 kostenfrei zur Verfügung. Es unterstützt die Betriebe bei der systematischen Erfassung von Skills und Kompetenzen ihrer Beschäftigten und hilft dabei, Kompetenzlücken zu erfassen und später entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen abzuleiten.

Um die Herausforderungen am Arbeitsmarkt zu bewältigen, benötigt es vielerorts auch einer guten Beratung für Betriebe und Beschäftigte. Daher haben die Chemie-Sozialpartner ein Pilotprojekt mit der Bundesagentur für Arbeit (BA) aufgesetzt, das die Mitgliedsunternehmen und ihre Beschäftigten der ausgewählten Pilotregionen (Hessen, Nordost und Nordrhein) in Sachen Qualifizierung (inkl. Fördermaßnahmen) unterstützen soll.

Umfangreiches Informationsangebot

Die Chemie-Branche bietet beste Perspektiven für junge Talente. Davon können sich die Absolvent*innen und der angehende Nachwuchs der Branche auf dem Internetportal www.berufskompass-chemie.de überzeugen. Hier erhalten Beschäftigte sowie alle, die sich für eine Karriere in der chemisch-pharmazeutischen Industrie interessieren, Informationen rund um die Weiterbildungsmöglichkeiten in der Branche.

Wer sich grundsätzlich über das Weiterbildungsengagement der Chemie informieren möchte, der sollte einen Blick in die Sonderauswertung der IW-Weiterbildungserhebung werfen, die regelmäßig vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des BAVC durchgeführt wird.

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