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Den nachhaltigen Wandel der Branche vorantreiben

 

Die Chemie-Arbeitgeber behandeln das Thema Nachhaltigkeit auf verschiedenen Ebenen. Zu den politischen Entscheidungsprozessen in Berlin und Brüssel, unserem Engagement in der Nachhaltigkeitsinitiative Chemie³ und der Sozialpartner-Werkstatt für Innovation und Nachhaltigkeit finden Sie hier nähere Informationen.

Das Thema Menschenrechte in der Lieferkette ist von zentraler Bedeutung für Unternehmen. Bereits seit Längerem arbeiten viele Unternehmen und Betriebe an einer stetigen Verbesserung ihres Lieferkettenmanagements. Zahlreiche Regularien mit verschiedenen Anwendungsbereichen, unbestimmte Rechtsbegriffe und nicht zuletzt auch die Unkenntnis der mittelbaren Zulieferer und der Umstände vor Ort machen das Thema aber sehr komplex.

Als tarif- und sozialpolitischer Spitzenverband der chemischen und pharmazeutischen Industrie ist der BAVC vor allem für die sozialen Themen aus dem Bereich Nachhaltigkeit zuständig. Neben dem Thema Menschenrechte in der Lieferkette, das auf nationaler wie auf europäischer Ebene reguliert werden soll, sind dies beispielsweise Berichtpflichten über nichtfinanzielle Informationen.

Lesen Sie hier die gemeinsame Positionierung von BAVC und VCI zum Thema “Sorgfaltspflichten in der Lieferkette” – bezüglich des nationalen sowie europäischen Vorhabens.

Nachhaltigkeit - kaum ein anderer Begriff aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft wird derart vielfältig interpretiert und verwendet. In der öffentlichen Diskussion wird Nachhaltigkeit meist einseitig und verkürzt als „grün“, als ökologisches Thema wahrgenommen.

Mit einer gemeinsamen Initiative von Arbeitgebern, Gewerkschaft und Wirtschaftsverband will die chemische und pharmazeutische Industrie zu einem umfassenderen Nachhaltigkeitsverständnis beitragen. Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC), Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und der Verband der Chemischen Industrie (VCI) wollen mit dieser Initiative gemeinsam die Position der Chemie-Branche als Schlüsselindustrie für nachhaltige Entwicklung ausbauen, Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen in der chemischen Industrie weiter attraktiv gestalten und durch einen aktiven Dialog mit Wirtschaft, Politik und Gesellschaft ein Klima der Transparenz und des Vertrauens fördern.

Transparenz durch Indikatoren

Viel hat die Initiative bisher auf den Weg gebracht, um Nachhaltigkeit - das Prinzip der Zukunftsfähigkeit - als Leitidee und mit konkreten Instrumenten in der Branche zu verankern: Ein „Nachhaltigkeits-Check“ für kleine und mittlere Unternehmen wurde ebenso entwickelt wie verschiedene Leitfäden - beispielsweise für die Nachhaltigkeits-Berichterstattung oder zum Modellversuch ANLIN („Ausbildung fördert nachhaltige Lernorte in der Industrie“). Auch haben die Sozialpartner die gemeinsame Bildungseinrichtung für Nachhaltigkeitsfragen So.WIN (Sozialpartner-Werkstatt für Innovation und Nachhaltigkeit) ins Leben gerufen und bieten eine Webinar-Veranstaltungsreihe an. Im November 2020 startete zusätzlich die öffentlich zugängliche SDG-Veranstaltungsreihe mit wichtigen Stakeholdern.

Bereits Ende 2016 hat die Initiative ein Gerüst von Nachhaltigkeitsindikatoren vorgestellt, mit dem sich die Branche künftig messen lassen will: an sich selbst im Zeitablauf und an anderen. Nicht weniger als 40 Indikatoren haben die Chemie³-Allianzpartner entwickelt, um den Erfolg der Initiative belegbar zu machen. Nachhaltigkeit wird dabei als Ausrichtung der Branche in drei Dimensionen verstanden: ökonomisch, ökologisch, sozial. Nie zuvor hatte die Branche – Wirtschaft und Gewerkschaft – ein gemeinsames Verständnis dessen entwickelt, was als sozialer Fortschritt zu gelten hat und wie sich dieser Fortschritt erfassen lässt.

Leitlinien bieten Orientierung

Kern der Initiative Chemie³ sind die zwölf „Leitlinien zur Nachhaltigkeit für die chemische Industrie in Deutschland“. Damit wollen wir Nachhaltigkeit als Leitbild noch stärker in der deutschen Chemie verankern und international Impulse setzen. Als branchenspezifischer Rahmen bieten die Leitlinien den Unternehmen und Beschäftigten Orientierung, wie sie Nachhaltigkeit im Betriebsalltag umsetzen können.

Die Leitlinien beruhen auf einer Analyse von branchen- und nachhaltigkeitsrelevanten globalen und nationalen Leitlinien, Standards und Vorgaben. Diese wurden priorisiert und daraus zwölf Handlungsfelder abgeleitet, die in den Bereichen Strategie, Umsetzung und Kommunikation von nachhaltiger Entwicklung im Unternehmen wichtig sind.

Die Leitlinien sind auch die Grundlage für den Chemie³-Nachhaltigkeits-Check und die Chemie³-Fortschrittsindikatoren. Mit Hilfe des Checks, kann ein Chemieunternehmen feststellen, wo es in Sachen Nachhaltigkeit steht. Die Indikatoren bilden ab, wie sich die Branche in puncto Nachhaltigkeit entwickelt.

Zwei Jahre nach den Leitlinien haben die Vereinten Nationen die Sustainable Development Goals (SDGs) verabschiedet. Die SDGs richten sich vornehmlich an die Unterzeichnerstaaten. Von Unternehmen wird aber erwartet, dass sie zur Erreichung der Ziele beitragen. Mit den SDGs und den Leitlinien von Chemie³ liegen somit ein internationaler sowie ein branchenspezifischer nationaler Rahmen für nachhaltiges Wirtschaften in der chemischen Industrie vor.

Wirtschaft und Menschenrechte

Mit den 2011 von den Vereinten Nationen verabschiedeten „Leitprinzipien Wirtschaft und Menschenrechte“ ist die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht von Unternehmen in den Fokus der internationalen Nachhaltigkeitsdiskussion gerückt. Chemie³ hat sich dieses Themas umfassend angenommen. Neben den „Leitlinien zur Nachhaltigkeit für die chemische Industrie in Deutschland“ unterstützt Chemie³ die Unternehmen auch ganz praktisch mit einem Leitfaden für nachhaltiges Lieferkettenmanagement.

Wir laden Sie herzlich zum Dialog ein und freuen uns auf Ihre Meinung zu Chemie³

 

Die Nachhaltigkeitsinitiative Chemie³ kann nur erfolgreich sein, wenn sie in die Belegschaften der Unternehmen getragen und dem Dialog zum Thema Nachhaltigkeit ein Forum gegeben wird. Diesem Zweck dient So.WIN – die „Sozialpartner-Werkstatt für Innovation und Nachhaltigkeit“. Als Bildungseinrichtung der Chemie-Sozialpartner auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit will So.WIN Veranstaltungen auf regionaler Ebene durchführen, die den Informationsstand von Betriebsräten und Führungskräften in allen drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – ökonomisch, ökologisch, sozial – anheben und den sozialpartnerschaftlichen Dialog fördern sollen.

Gemeinsame Einrichtung mit Geschichte

So.WIN geht zurück auf die „Gesellschaft zur Information von Betriebsräten über Umweltschutz in der chemischen Industrie“ (GIBUCI), die 1987 als erste gemeinsame Einrichtung der Chemie-Sozialpartner gegründet wurde. Als Gesellschaft bürgerlichen Rechts wird sie von IG BCE und BAVC gemeinsam und gleichberechtigt getragen. Das „Gründungsdokument“ ist eine Umweltschutzübereinkunft, in der sich die Sozialpartner und der Verband der Chemischen Industrie (VCI) darauf verständigt hatten, den Informationsstand der Betriebsräte über Umweltschutzfragen anzuheben. Zahlreiche Betriebsräte wurden durch Informations- und Schulungsveranstaltungen auf den neuesten Wissensstand zu unterschiedlichsten Fragen des Umweltschutzes (z.B. Wasserrecht/Gewässerschutz, Anlagenrecht/Anlagensicherheit, Abfallwirtschaft, Ökosteuern/Ökoabgaben, EU-Chemikalienpolitik, Emissionshandel) gebracht.

Aus GIBUCI wird So.WIN

Eine gemeinsame Einrichtung der Chemie-Sozialpartner mit derart erweitertem Themen- und Adressatenkreis konnte nicht mehr „Gesellschaft zur Information von Betriebsraten über Umweltschutz in der chemischen Industrie“ heißen. BAVC und IG BCE machten sich auf die Suche nach einem neuen Namen – und fanden ihn: Die „Sozialpartner-Werkstatt für Innovation und Nachhaltigkeit“ will eine partnerschaftliche Einrichtung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern sein, die die Themen möglichst konkret, praxisorientiert, „werkstattartig“ bearbeiten soll und dabei das im Blick hat, was den Chemie-Sozialpartnern am Herzen liegt: die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen, Branche und Arbeitsplätzen.

 

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