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Das Durchschnittsalter der Mitarbeiter in der chemisch-pharmazeutischen Industrie lag 2019 bei 43,1 Jahren. Das ist das Ergebnis einer Analyse von Daten der Bundesagentur für Arbeit zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Branche. In den vergangenen fünf Jahren ist das durchschnittliche Alter der Beschäftigten damit nur noch leicht um 0,2 Jahre gestiegen.

Zur Jahrtausendwende lag der Wert mit 40,1 Jahren noch erheblich niedriger. Während des konjunkturellen Aufschwungs im letzten Jahrzehnt wurden im Rahmen des Beschäftigungsaufbaus in der Industrie jedoch auch viele jüngere Menschen neu eingestellt. Hierdurch hat das Tempo der Alterung zuletzt deutlich abgenommen.

Anteil älterer Beschäftigter wächst weiter

Auch in den letzten fünf Jahren ist dabei der Anteil der 60-Jährigen und Älteren in den Belegschaften weiter deutlich gestiegen. Er lag im vergangenen Jahr bei 8 Prozent (nach 6 Prozent in 2014). Damit fällt nun fast jeder zwölfte Beschäftigte in diese Altersklasse. Im Jahr 2000 hatte der entsprechende Wert noch bei 2,5 Prozent gelegen – das entsprach nur jedem 40. Beschäftigten.

Deutlich zugenommen hat zugleich der Anteil der Beschäftigten unter 40 Jahren. Er lag 2019 bei gut 40 Prozent. Vor zwei Jahrzehnten fielen zwar noch genau die Hälfte aller Beschäftigten in diese Gruppe, bis zum Jahr 2015 war der Anteil aber auf nur noch 37 Prozent gesunken. Seitdem steigt er wieder an.

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STANDPUNKT BAVC-Präsident Kai Beckmann

„Die neuen Daten zur Beschäftigtenstruktur zeigen, wie vielfältig unsere Branche ist: Nicht nur unser Geschäft ist ausgesprochen international, sondern auch unsere Belegschaften. Zugleich gelingt es zunehmend, ältere Beschäftigte länger an Bord zu halten. Handlungsbedarf gibt es nach wie vor dabei, weibliche Fachkräfte für die Chemie zu begeistern. Es ist weiter Kreativität gefragt, um die Potenziale einer von Diversität geprägten Unternehmenskultur noch besser zu nutzen.“

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Aufgeteilt in Gruppen mit jeweils fünf Jahrgängen, war der größte Anteil der gut 500.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die die Bundesagentur für Arbeit der chemisch-pharmazeutischen Industrie zuordnet, im vergangenen Jahr in der Gruppe der 50- bis 54-Jährigen zu finden. Dies sind die letzten Jahrgänge der sogenannten Babyboomer-Generation in Deutschland, die zwischen 1965 und 1969 geboren wurden. Über 77.000 Beschäftigte der Branche in dieser Statistik fallen in diese Gruppe.

Auch Generation Y mit hohem Anteil

Auf dem zweiten Platz befinden sich die 55- bis 59-jährigen Mitarbeiter; rund 70.000 stammen aus den Jahrgängen 1960 bis 1964. Mit jeweils zwischen 50.000 und 60.000 Mitarbeitern folgen die Gruppen zwischen 30 und 49 Jahren. Dabei stellt die jüngste Gruppe, also die 30- bis 34-Jährigen, in diesem Altersbereich inzwischen den größten Anteil. Rund 40.000 Mitarbeiter der Branche sind inzwischen 60 Jahre und älter. Das sind damit etwa genauso viele wie die unter 25-Jährigen.

Altersstruktur2019

Frauenanteil steigt leicht

Beim Blick auf die Geschlechterverteilung der Beschäftigten in der chemischpharmazeutischen Industrie zeigt sich, dass mit knapp 34 Prozent mittlerweile knapp über ein Drittel der Beschäftigten weiblich ist. Der Wert liegt damit deutlich über dem Durchschnitt der deutschen Industrie insgesamt. Für das sogenannte Verarbeitende Gewerbe weist die Statistik der Bundesagentur für Arbeit einen Frauenanteil von 25 Prozent aus. Andererseits sind aber mit Blick auf alle Wirtschaftszweige, also vor allem einschließlich der Dienstleistungsbranchen, 46 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten weiblich. Sehr unterschiedlich stellt sich zudem das Bild zwischen den Teilbranchen dar: Während der Anteil der weiblichen Mitarbeiter in der chemischen Industrie im engeren Sinne mit 26 Prozent nur knapp über dem Durchschnitt der deutschen Industrie insgesamt liegt, beträgt der entsprechende Wert für die pharmazeutischen Unternehmen 49 Prozent. Hier gab es 2019 eine gleichmäßige Verteilung der Beschäftigten zwischen Männern und Frauen – der Frauenanteil lag damit dort sogar höher als in der Gesamtwirtschaft.

Beim Blick auf die Zeitachse zeigt sich allerdings, dass die Branche insgesamt bei der verstärkten Beschäftigung von Frauen, auch wenn die Tendenz stimmt, nach wie vor nur mit kleineren Schritten vorankommt.

Internationale Belegschaften

Im Jahr 2019 besaßen über 42.000 der in der chemisch-pharmazeutischen Industrie sozialversicherungspfl ichtig Beschäftigten eine ausländische Staatsangehörigkeit, also etwa jeder zwölfte Beschäftigte (8,5 Prozent). Die deutsche Industrie insgesamt kommt auf 10,9 Prozent und die Gesamtwirtschaft einschließlich der Dienstleistungsbranchen auf 12,5 Prozent.

Von den Beschäftigten der chemisch-pharmazeutischen Industrie ohne deutsche Staatsangehörigkeit besitzen 52 Prozent den Pass eines anderen EU-Mitgliedslandes. 29 Prozent stammen aus einem europäischen Land außerhalb der EU und knapp 20 Prozent besitzen eine nicht-europäische Staatsangehörigkeit. Insgesamt betrachtet weist der größte Anteil der Beschäftigten mit 19 Prozent einen türkischen Pass vor. Danach folgen italienische (9 Prozent) und polnische (6 Prozent) Beschäftigte.

Ausl2019

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