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Infolge der in Deutschland wie weltweit zur Eindämmung der Corona-Pandemie eingeführten Beschränkungen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens ist die deutsche Wirtschaftsleistung im ersten Halbjahr 2020 dramatisch eingebrochen; der Tiefpunkt lag in den Monaten März und April. Seit Mai setzte eine zunächst kräftige Erholung ein, die sich in vielen Branchen bis in den Spätsommer fortsetzte. Dieser Erholungsprozess dürfte aber zunehmend an Fahrt verlieren: Nachholeffekte laufen aus, einige Branchen sind weiterhin (oder wieder) erheblichen Einschränkungen ausgesetzt und die für die deutsche Wirtschaft wichtige globale Investitionstätigkeit dürfte noch für einige Zeit geschwächt bleiben.

Das sind die Kernaussagen der fünf führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute - zusammengeschlossen in der Projektgruppe „Gemeinschaftsdiagnose“ -, die sie Mitte Oktober in ihrer neuesten Analyse der Entwicklung der Weltwirtschaft und der deutschen Wirtschaft vorgelegt haben.

Wirtschaft schrumpft 2020 um 5,4 Prozent

Konkret erwarten die Institute nach einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 5,4 Prozent in diesem Jahr aufgrund der langsameren Erholung nur noch einen Zuwachs um 4,7 Prozent im kommenden Jahr sowie 2,7 Prozent im Jahr 2022. Sie revidieren damit ihre Prognose gegenüber dem Frühjahr für das laufende und das kommende Jahr um jeweils gut einen Prozentpunkt nach unten. Dies führt dazu, dass nun auch für das Jahr 2022 eine Wirtschaftsleistung erwartet wird, die unter dem vor Beginn der Pandemie für diesen Zeitraum erwarteten Niveau liegen wird.

Einkommensausfälle nicht zu kompensieren

Die Wirtschaftspolitik hat frühzeitig mit massiven finanzpolitischen Maßnahmen auf die Corona-Krise reagiert. Die Konjunkturprogramme haben nach Einschätzung der Institute im Zusammenspiel mit den automatischen Stabilisatoren dazu beigetragen, dass die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte selbst in der akuten Krisenphase insgesamt relativ stabil geblieben sind. Dies führt jedoch dazu, dass die öffentlichen Haushalte das Jahr 2020 mit einem Rekorddefizit von 183 Milliarden Euro abschließen werden. Auch in den kommenden Jahren werden die Fehlbeträge beträchtlich sein, denn der gesamtwirtschaftliche Einkommensausfall durch die Pandemie kann durch wirtschaftspolitische Maßnahmen nicht wettgemacht werden. Diese dienen in erster Linie dazu, die Belastungen zeitlich zu strecken sowie zu beeinflussen, welche Bevölkerungsgruppen die Einkommenseinbußen tragen.

 

Linktipp: Das vollständige Herbstgutachten ist online verfügbar unter gemeinschaftsdiagnose.de

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