Kontakt
BAVC Kontakt

+49 (0) 611 77881 0

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Pressekontakt

Sebastian Kautzky

+49 (0) 611 77881 61

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ihre Ansprechpartnerin

Dr. Johanna Schönrok-Kuczynski

Demografie- und Gesundheitsmanagement

Arbeits- und Gesundheitsschutz

+49 611 77881 96

E-Mail Kontakt

COVID-19 hat nicht nur Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung, sondern auch auf das Unfall- und Berufskrankheiten-Geschehen. Dies belegen die für 2020 veröffentlichten Zahlen der Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Den Rückgängen im Unfallgeschehen steht ein starker Anstieg im Bereich der Berufskrankheiten gegenüber; verglichen mit dem Jahr 2019 haben sich die Zahlen verdoppelt.

Chemie-Branche mit hohem Arbeits- und Infektionsschutz

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Arbeitsunfälle für die gewerbliche Wirtschaft 2020 von 23,5 Arbeitsunfällen auf 21,2 je 1.000 Vollarbeiter gesunken. Laut Berufsgenossenschaft Rohstoffe und Chemische Industrie (BG RCI) waren es in der Chemie-Industrie mit 13,8 Arbeitsunfällen auf 1.000 Vollarbeiter (2019: 15,6) deutlich weniger. Hingegen wurden im Jahr 2020 37.181 Fälle als Berufskrankheit über alle Branchen anerkannt, davon 769 Fälle in der chemischen Industrie. Damit wurden die Werte des Vorjahres deutlich überschritten (2019: 18.156 bzw. 578 anerkannte Fälle). Allein 18.969 Fälle waren 2020 auf Infektionskrankheiten zurückzuführen. Bei der BG RCI gab es hier nur einen anerkannten Fall auf 17 Anzeigen.

Die Anerkennung einer COVID-19-Erkrankung als Berufskrankheit erfolgt nur dann, wenn eine Person infolge ihrer versicherten Tätigkeit der Infektionsgefahr – die das allgemeine Lebensrisiko überschreitet – ausgesetzt ist und sich mit SARS-CoV-2 infiziert (z.B. im Gesundheitsdienst, in Wohlfahrtspflege oder Laboratorium). Liegen diese Voraussetzungen nicht vor, kann die Corona-Erkrankung einen Arbeitsunfall darstellen. Dazu muss die Infektion auf eine nachweislich mit dem Virus infizierte Person im beruflichen Kontext zurückzuführen sein.

Unterstützung durch die Berufsgenossenschaft

Zur Unterstützung ihrer Mitgliedsbetriebe hat die rein arbeitgeberseitig finanzierte BG RCI zahlreiche Arbeitshilfen entwickelt. So wurde bereits im März 2020 ein Themenbereich rund um SARS-CoV-2 auf ihrer Website eingerichtet, der stets die aktuellen Informationen bereit hält und den Mitgliedsunternehmen praxisnahe Hilfestellungen an die Hand gibt. Außerdem werden im Download-Bereich Best-Practice-Beispiele aus Mitgliedsunternehmen gesammelt, um vorbildliche Lösungen für den Infektionsschutz an andere weiterzugeben. Des Weiteren wurden frühzeitig verschiedene Plakatserien zum Thema Infektionsschutz, Merkblätter und Checklisten zur Verfügung gestellt. Ein Überblick findet sich im Jahresbericht 2020 der BG RCI.

Zum Impuls Archiv

Zu allen Themen auf dem Laufenden bleiben

BAVC Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie Infodienste und Pressemitteilungen bequem per E-Mail

Jetzt Anmelden

 

Push Notifcations Abonnieren