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Alles zur Tarifrunde #Chemie24 - die Verhandlungen für die Chemie- und Pharmabranche. 

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2024 01 03 Onepager Tarifrunde Chemie24Auf einen Blick - unser Onepager zur Tarifrunde 2024

Mitte April nehmen IGBCE und Chemie-Arbeitgeber die Verhandlungen für die Tarifrunde 2024 auf. Die Laufzeit der Entgelttarifverträge für 1.700 Betriebe mit 585.000 Beschäftigten endet am 30. Juni 2024. Angesichts der kritischen wirtschaftlichen Lage der Branche müssen Gewerkschaft und Arbeitgeber den Fokus ihrer Tarifpolitik auf den Schutz von Standort und Beschäftigung richten, zumal die Beschäftigten seit Anfang 2024 bereits von der zweiten Stufe der Tariferhöhung aus der Chemie-Tarifrunde 2022 profitieren.

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27.02.2024 -  Inflationsprognosen

Tarifbeschäftigte in der Chemie werden 2024 real mehr Geld in der Tasche haben – auch ohne weitere Tariferhöhung. Denn egal, welcher Prognose man vertraut: Die Zeit der massiven Preisauftriebe scheint erst einmal vorbei zu sein. Für 2024 dürfte die Inflation höchstens 3 Prozent betragen. Die meisten Experten erwarten eine deutlich niedrigere Teuerung - darunter sogar das gewerkschaftsnahe IMK mit 2,5 Prozent. Das wird durch die jüngste Chemie-Tariferhöhung zum 1.1.2024 mehr als wett gemacht: Dadurch sind die Tarifentgelte in der Chemie dauerhaft um 3,25 Prozent angehoben worden. Und zusätzlich sind erneut 1.500 Euro Inflationsgeld brutto für netto an die Beschäftigten geflossen. Ein “Nachholbedarf” besteht in der Chemie ganz sicher nicht.

13 Inflationserwartungen

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20.02.2024 -  Ertragslage

Die Chemieindustrie befindet sich in einer tiefen Krise. Schlechte Auslastung, sinkende Verkaufspreise und hohe Produktionskosten setzen den Betrieben zu. Jedes siebte Unternehmen macht Verlust. Und zwei von fünf Unternehmen beklagen deutliche Einbrüche bei den Gewinnen. Das ergab eine Umfrage des Verbands der Chemischen Industrie im vergangenen November. Besserung ist nicht in Sicht: Das Geschäftsklima der Branche verschlechterte sich laut ifo-Institut im Dezember weiter, von minus 13 auf minus 15,2 Punkte.

12 Ertragslage

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16.02.2024 -  Auftragsbestand

Der Weg aus der Krise wird lang und steinig für die Chemie-Branche. Einen klaren Hinweis darauf gibt ein Blick auf den Auftragsbestand. Dieser bewegt sich seit Herbst 2022 auf niedrigem Niveau. Von der sprunghaften Belebung nach dem Corona-Einbruch ist nichts mehr übrig. Zum Ende des Jahres 2023 beurteilten die Chemie-Unternehmen ihre – ohnehin geringen – Auftragsbestände sogar wieder als rückläufig. Das ergab die Konjunkturumfrage des ifo-Instituts vom Januar.

Zuvor hatten die Unternehmen noch auf Belebung im Auslandsgeschäft gesetzt. Doch diese Hoffnungen haben sich offenbar zerschlagen. Der Pessimismus der Firmen macht sich auch in ihrer Personalplanung bemerkbar. Hier sind die Erwartungen auf dem niedrigsten Stand seit der Finanzkrise 2008/2009. „Der Chemiebranche droht ein noch stärkerer Beschäftigungsabbau“, sagen die ifo-Experten.

Auftragsbestand

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14.02.2024 -  Kapazitätsauslastung

Die Anlagen der chemisch-pharmazeutischen Industrie sind aktuell nur schwach ausgelastet. Im Herbst 2023 waren sie es nur zu knapp 76 Prozent, im Winterquartal zu 77 Prozent, wie das Ifo-Institut gemessen hat. Von der durchschnittlichen Auslastung von 83 Prozent sind die Betriebe weit entfernt. Eine ähnlich schlechte Auslastung der Produktionsanlagen über mehrere Quartale gab es zuletzt während der Wirtschaftskrise 2009. Den Unternehmen fehlen die Aufträge und in Teilen die notwendige Wettbewerbsfähigkeit am Standort, um ihre Anlagen ausreichend auszulasten. Laut dem Ifo-Institut klagten im Januar etwa 41 Prozent der Chemiebetriebe über fehlende Aufträge.

11 Kapazitatsauslastung

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07.02.2024 - Geschäftserwartungen

Wann findet die chemisch-pharmazeutische Industrie wieder heraus aus dem tiefen Tal, in das sie im Frühjahr 2022 gerutscht ist? Das wird länger dauern als ursprünglich erwartet. Klare Hinweise darauf ergibt eine VCI-Umfrage bei Mitgliedsfirmen von Ende 2023. Demnach rechnet die Mehrheit der Unternehmen erst im nächsten Jahr – oder sogar noch später – mit besseren Geschäften. Ein Drittel setzt auf das zweite Halbjahr 2024, während nur bei jedem zehnten Unternehmen bereits eine Nachfragebelebung spürbar ist.

Kein Wunder, dass auch die Ertragslage schwierig bleibt: Laut VCI-Umfrage gehen zwei Drittel der Unternehmen von unveränderten beziehungsweise rückläufigen Erträgen im laufenden Jahr aus.

9 Geschaftserwartungen

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02.02.2024 - Der Verteilungsspielraum ist überreizt

Trotz Inflation – die Realeinkommen der Beschäftigten in Chemie und Pharma sind über die Jahre weiter gewachsen. Schon die reinen Tarifentgelte stiegen seit dem Jahr 2010 um mehr als ein Drittel. Damit wurde der Preisanstieg im selben Zeitraum mehr als wettgemacht. Die tariflichen Leistungen – dazu gehören unter anderem das Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und die tarifliche Altersvorsorge – legten sogar um 44 Prozent zu.  

Kurz gesagt: Nachholbedarf gibt es in unserer Branche nicht. Vielmehr ist der Verteilungsspielraum überreizt. Das macht ein Blick auf die Produktivität klar, die regelrecht eingebrochen ist – um fast ein Fünftel! Dies treibt die Arbeitskosten weiter in die Höhe – und schwächt die Wettbewerbskraft der Unternehmen.

8 Verteilungsspielraum

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30.01.2024 - IGBCE-Forderungsempfehlung: Weder krisengerecht noch finanzierbar

„Die Forderungen der IGBCE für die kommende Tarifrunde sind weder krisengerecht noch finanzierbar“, kritisiert BAVC-Hauptgeschäftsführer Klaus-Peter Stiller die heute vorgelegte Forderungsempfehlung der Gewerkschaft. „Die Branchendaten sprechen eine deutliche Sprache: 2023 ist die Produktion erneut eingebrochen, um weitere 8 Prozent. Die Produktion am Standort Deutschland ist damit in vier der letzten fünf Jahre geschrumpft. Der Branchenumsatz lag mit minus 12 Prozent noch tiefer in den roten Zahlen. In weiten Teilen der chemischen Industrie ging die Beschäftigung in den vergangenen Monaten zurück.“ [Mehr]

 

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30.01.2024 - IGBCE-Forderungsempfehlung: Weder krisengerecht noch finanzierbar

„Die Forderungen der IGBCE für die kommende Tarifrunde sind weder krisengerecht noch finanzierbar“, kritisiert BAVC-Hauptgeschäftsführer Klaus-Peter Stiller die heute vorgelegte Forderungsempfehlung der Gewerkschaft. „Die Branchendaten sprechen eine deutliche Sprache: 2023 ist die Produktion erneut eingebrochen, um weitere 8 Prozent. Die Produktion am Standort Deutschland ist damit in vier der letzten fünf Jahre geschrumpft. Der Branchenumsatz lag mit minus 12 Prozent noch tiefer in den roten Zahlen. In weiten Teilen der chemischen Industrie ging die Beschäftigung in den vergangenen Monaten zurück.“ [Mehr]

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29.01.2024 - Wirtschaftliche Lage der Chemie

Morgen Mittag stellt die IGBCE ihre Forderungsempfehlung für die Tarifrunde #Chemie24 vor. Angesichts der kritischen wirtschaftlichen Lage steuern wir auf eine Krisen-Tarifrunde zu. Wie es um die Branche steht, haben wir im Video zusammengefasst:

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23.01.2024 - Umsatzentwicklung 2023

Das Jahr 2023 war ein ausgesprochen schlechtes Jahr für die deutsche Chemieindustrie. Der Umsatz ist um 12 Prozent eingebrochen – von 261 auf 230 Milliarden Euro. Besonders massiv sanken die Verkäufe im Inland, etwas weniger stark im Auslandsgeschäft. Auch leicht rückläufige Erzeugerpreise für chemisch-pharmazeutische Produkte trugen zu dem Umsatzeinbruch bei. Hoffnung auf Besserung besteht derzeit nicht. Die Branche ist in einer  Rezession. Die Chemieindustrie erwartet 2024 ein weiteres Umsatzminus von 3 Prozent. 

7 Umsatzeinbruch

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16.01.2024 - Tariferhöhung vs. Inflation

Die Zeiten starker Teuerung scheinen erst einmal vorbei zu sein: Für das laufende Jahr rechnen die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute noch mit einer Inflation von 2,6 Prozent in Deutschland. Bereits die Tarifeinigung aus dem Herbst 2022 hatte die Beschäftigten in der Chemie mehrfach gegen die Folgen des Preisauftriebs abgesichert: In zwei Stufen flossen jeweils 1.500 Euro Inflationsgeld als steuer- und beitragsfreie Einmalzahlungen, die zweite Tranche gerade erst in diesem Monat. Zudem wurden die Tarifentgelte zum Jahreswechsel noch einmal dauerhaft um 3,25 Prozent angehoben (Tabellenerhöhung). Selbst wenn man die Inflation einrechnet, werden die Chemie-Beschäftigten 2024 also schon aufgrund der bisherigen Tarifvereinbarungen unterm Strich mehr Geld in der Tasche haben. Für die Unternehmen ist die jüngste Tabellenerhöhung dagegen ein absoluter Kraftakt, weil sie mitten in der tiefsten Krise seit Jahrzehnten erfolgt.

Tariferhohung und Inflation

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09.01.2024 - Entgelte im Branchenvergleich

Die Chemie-Beschäftigten haben ein Spitzeneinkommen: Im Vergleich zu anderen großen Industriebranchen stehen sie sehr gut da. Das durchschnittliche Jahresbrutto über alle Berufe und Entgeltgruppen hinweg beträgt in der Chemie 77.308 Euro, einschließlich Sonderzahlungen. Das zeigen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2022. Selbst die in den Vorjahren beim Verdienst vorn liegende Autoindustrie wurde zuletzt überholt. So erfreulich das für die Beschäftigten ist – hohe Entgelte sind hohe Kosten für die Arbeitgeber und führen zu Nachteilen im internationalen Standortwettbewerb.

5 Entgelte Branchenvergleich

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04.01.2024 - Beschäftigung der Branche in Summe noch stabil

Trotz der wirtschaftlich angespannten Lage konnten die Beschäftigtenzahlen der Branche bis Oktober 2023 noch stabil gehalten werden. Das gilt zumindest beim Blick auf die gesamte Chemie- und Pharmaindustrie. Allerdings entwickelt sich die Beschäftigung innerhalb der Branche sehr unterschiedlich: In weiten Teilen der Chemieindustrie ging sie in den letzten Monaten zurück. Kompensiert wurde das bislang noch durch einen Beschäftigungsaufbau in Teilen der Pharmaindustrie. Der Fachkräftemangel und der Einsatz von Kurzarbeit verhinderten bisher einschneidendere Reaktionen der Unternehmen auf die schwierige Geschäftslage. Zugleich ist davon auszugehen, dass es 2024 zu weiteren Betriebsstillegungen und damit Jobverlusten kommt.

4 Beschaftigungsentwicklung

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18.12.2023 - Arbeitskosten international

Der Faktor Arbeit ist teuer in der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie: 2022 kostete eine Arbeitsstunde hierzulande 61,86 Euro – ein Plus von gut 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die gesamten jährlichen Arbeitskosten je Vollzeitbeschäftigten haben sich erstmals der Marke von 100.000 Euro genähert und lagen bei 98.651 Euro. Hohe Entgelte und attraktive Zusatzleistungen belasten die deutschen Werke allerdings im Wettbewerb mit Standorten in Europa und weltweit. Wichtige Konkurrenten wie die USA und Japan profitieren von teils deutlich niedrigeren Arbeitskosten. Und in der direkten Nachbarschaft in Polen können Unternehmen mit Arbeitskosten kalkulieren, die gerade ein Viertel der deutschen betragen. Jede zusätzliche Erhöhung der Arbeitskosten würde die Konkurrenzfähigkeit des Standorts Deutschland weiter mindern.

3 Arbeitskosten international

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11.12.2023 - Wettbewerbsnachteil Energiekosten

Die Strompreise sind eines der größten Wettbewerbshindernisse für den Chemie-Standort Deutschland. In den vergangenen drei Jahren haben sie sich für Großverbraucher in der Industrie mehr als verdoppelt. Das führt zu einer enormen Kostenbelastung in den heimischen Werken, die mancherorts schon zur Stilllegung von energieintensiven Anlagen geführt hat. Hohe Energiekosten schaden aber vor allem dem Standort Deutschland insgesamt. Anderswo finden die Unternehmen deutlich attraktivere Bedingungen vor: Waren etwa China und Deutschland 2019 beim Strompreis noch gleichauf, zahlt die Chemieindustrie dort inzwischen 40 Prozent weniger für Energie – ein wichtiger Faktor, wenn es um Entscheidungen über Investitionen und Arbeitsplätze geht. Angesichts der hohen Energiekosten gilt es nun, zusätzliche Belastungen für die Unternehmen zu vermeiden.

Wettbewerbsnachteil Energiekosten

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05.12.2023 - Die Entwicklung der Produktion bei Chemie & Pharma

Im dritten Quartal 2023 hat die Chemieindustrie erstmals seit Monaten ein Mini-Wachstum verzeichnet – plus 0,1 Prozent zum Vorquartal. Das ist der erste Zuwachs nach über eineinhalb Jahren Talfahrt. Der Tiefpunkt scheint nun zwar erreicht, ein echter Aufwärtstrend ist aber nicht erkennbar. Unter dem Strich rechnet der Branchenverband VCI für das Gesamtjahr 2023 damit, dass die Produktion um 8 Prozent schrumpft. Das ist noch einmal schlechter als im Krisenjahr 2022 mit der russischen Invasion in die Ukraine und explodierenden Energiekosten. Und auch für das kommende Jahr deutet kaum etwas auf Besserung hin: Viele Unternehmen beklagen Auftragsmangel. Die Kapazitätsauslastung ist mit kaum 76 Prozent noch niedriger als zu Beginn der Corona-Pandemie. Die Energiepreise werden absehbar hoch bleiben, Entlastungen sind nicht in Sicht. Sicher ist vor allem eines: 2024 steuert die Chemie auf eine Krisen-Tarifrunde zu.

1 Produktion

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